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Unterstützung für internationale Studierende

Organisiert für internationale Studierende

Liebe Mitbürger, liebe Mitbürgerinnen,

 

Für Studierende, welche sich aufgrund wegfallenden Einkommens in einer finanziellen Notlage befinden, muss sofort geholfen werden. 

Begründung:

Zwei Drittel der Studierenden arbeiten neben dem Studium, weil BAföG und Unterhalt allein nicht zum Leben reichen oder sie ohnehin keinen BAföG- oder Unterhaltsanspruch haben.

Viele internationale Studierende leben unterhalb des Existenzminimums. In dieser Situation ist das Wegfallen von Nebenjobeinkommen schnell existenzbedrohend.

Gerade internationale Studierende befinden sich oft in prekären und instabilen Arbeitsverhältnissen ohne Lohnfortzahlung und Sicherheit. Sie sind des Weiteren auch in der Kurzarbeiterregelung nicht berücksichtigt. Die vorgesehenen vereinfachten Bedingungen für die Inanspruchnahme von Kurzarbeitergeld (KUG) gelten jedoch nur für die Fälle, für die auch ein Grundanspruch auf KUG gegeben ist. Arbeitgeber*innen können KUG nur für die Arbeitnehmer *innen beantragen, die auch versicherungspflichtig in der Arbeitslosenversicherung sind. Geringfügig Beschäftigte sind versicherungsfrei in der Arbeitslosenversicherung, für sie kann daher nach wie vor kein KUG beantragt werden. Dies ist insbesondere bei internationalen Studierenden, die neben dem Studium jobben, häufig der Fall. 

In der aktuellen Situation ist es nicht haltbar, dass Student *innen deutschlandweit in finanzielle Notlagen geraten, weil ihre Nebenjobs wegfallen oder ihre Eltern sie aufgrund des plötzlichen Einnahmeausfalls nicht mehr finanzieren können. 

Notsituationen erfordern eine erhöhte finanzielle Flexibilität, welche bei den meisten Studierenden nicht vorhanden ist. Daher müssen wir sofort handeln und helfen. In der aktuell zum Teil sehr unklaren Studiensituation dürfen Studierende nicht zusätzlich durch finanzielle Belastungen am Studienfortschritt gehindert oder zum Studienabbruch gezwungen werden. 

Es müssen Angebote gestaltet werden die im Speziellen auch für ausländische Studierende zugänglich sind. Deutschland trägt für diese Studierende als "Gastland" in der Krisensituation eine besondere Verantwortung. Die psychische und finanzielle Belastung von ausländischen Studierenden ist in einigen Fällen noch angespannter, als angenommen.

Die Soforthilfe soll als erste Überbrückungsmaßnahme dienen, damit bis zum Sommer ein gegebenenfalls angepasstes Konzept zur nachhaltigen Studienfinanzierung entwickelt werden kann. 

3000 Euro entsprechen ungefähr dem Bedarf (DSW Sozialerhebung 16) von Studierenden für drei Monate.

 

Das Geld soll den Studierenden den Druck nehmen und damit betroffene Studierende Anfang April ihre laufende Kosten bezahlen können.

Ich und auch die internationalen Studierenden danke Ihnen aus Herzen für jede Unterstützung. 

 

Herzlichen Dank 

 

Sahar Saeed

(Lehrerin an der JWS Berufsbildenden Schule und an der Universität Koblenz Landau) 

ehrenamtliche Tätigkeit für internationale Studierende

Organisiert von

Sahar Saeed
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