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Unterkünfte für LGBTIQ-Geflüchtete

Organisiert für Eclipse, Thessaloniki

Liebe Community

 

Unser Journalist Greg Zwygart hat Eclipse in Thessaloniki besucht. Dabei hat er nicht nur LGBTIQ-Geflüchtete kennen gelernt und ihre Geschichten gehört, sondern sich auch von der Arbeit der Supportgruppe überzeugen können.

 

Eclipse bietet eine Bandbreite von Aktivitäten und Dienstleistungen an, darunter Englisch- und Griechischunterricht, eine wöchentliche Aerobic­stunde, Aufklärung über Geschlechtskrankheiten sowie das Organisieren von ärztlichen Terminen. Durch die Supportgruppe erhalten LGBTIQ-Geflüchtete auf Wunsch eine Beratung über grundlegende Rechtsfragen. Für konkrete Fällen stellt Eclipse eine Verbindung zu griechischen Anwält*innen her, die sich ehrenamtlich für Flüchtlinge einsetzen, oft zuerst aber auf die spezifische Lage von LGBTIQ sensibilisiert werden müssen. «Viele Anwält*innen haben null Erfahrung im Umgang mit LGBTIQ-Flüchtlingen. Wir suchen ihnen oft Leitentscheide oder Länderanalysen bezüglich LGBTIQ heraus», sagt Alex Aronsky, Mitgründerin von Eclipse. «Es ist nicht schwierig, diese Informationen zu finden, aber die Anwält*innen sind so überarbeitet, dass sie oft nicht dazu kommen.»

 

Die wohl wichtigste Dienstleistung von Eclipse ist das Bereitstellen eines Safe Spaces, einer sicheren Umgebung im Herzen von Thessaloniki, wo sich LGBTIQ-­Flüchtlinge treffen, austauschen oder auch nur erholen können, und sei dies nur für wenige Stunden. Wenn immer möglich stellt Eclipse Lebensmittel bereit oder organisiert Partys in gemütlicher Runde. Die genaue Adresse ist geheim, Fotos innerhalb des Safe Spaces sind zum Schutz der Geflüchteten untersagt. Bevor ein weiterer Flüchtling die Gruppe besuchen kann, möchte Alex oder jemand anderes aus dem Team ihn oder sie zuerst im Rahmen eines persönlichen Treffens kennen lernen.

Die grösste Herausforderung für Eclipse ist das Fundraising. Als unabhängige Supportgruppe ist sie keiner NGO angeschlossen, offizielles Geld von Griechenland, Deutschland oder der Schweiz erhält sie nicht. «Uns fehlen die Mittel, um Wohnungen für weitere Flüchtlinge bereitzustellen», sagt Alex. «Gegenwärtig können wir die Unterkunft für fünf Flüchtlinge bezahlen, in den Camps warten aber viele mehr.»

 

Bis 31. August 2018 sammelt Mannschaft Magazin Geld, um Eclipse bei der Arbeit zu unterstützen. Unser Ziel ist ein Betrag von 5000 Euro.

 

Jeder Betrag hilft: Sei es, um den Fahrpreis für den Bus nach Thessaloniki zu bezahlen, sei es für das Bereitstellen von Lebensmitteln oder das Organisieren von Unterkünften.

 

Die Geschichte hinter Eclipse und den einzelnen Geflüchteten liest du hier:

www.mannschaft.com/eclipse

Organisiert von

Mannschaft Magazin