Hilfe für Jobcenter-Rebellin

Organisiert für Ulrich Schneider

Liebe Freundinnen und Freunde,

eine sehr couragierte und mutige Streiterin gegen Unrecht und Willkür in Jobcentern braucht unsere Hilfe. Ich in der letzten Woche durch einen Artikel in der Frankfurter Rundschau darauf gestoßen. Die Jobcenter-Fallmanagerin aus Osterholz-Scharmbeck bei Bremen hatte sich geweigert, rechtswidrige Sanktionen - sprich: Kürzungen - gegen Hartz-IV-Bezieher zu vollstrecken. Sie hat sogar ihren eigenen Arbeitgeber, das Jobcenter, wegen seiner schikanösen Praktiken verklagt, scheiterte aber vor Gericht.

Nun ist sie selbst arbeitslos und hat 3.000 Euro Schulden für die Gerichtskosten. Ich habe mit dem zuständigen Korrespodenten der Frankfurter Rundschau direkt Kontakt aufgenommen. Es gibt überhaupt keinen Zweifel am Wahrheitsgehalt seines Berichtes. Auch mit der ehemaligen Jobcenter-Mitarbeiterin habe ich gesprochen. 

Diese couragierte Frau hat unsere Unterstützung verdient. Lassen wir sie nicht allein auf ihren Schulden sitzen, die ihr durch ihren Einsatz und ihren Kampf enstanden sind.

Jeder einzelne Euro hilft und ist ein Zeichen der Solidarität mit dieser wackeren Frau und gegen Sanktionen in Hartz IV.

Zum Hintergrund: Im Zuge eines Modellversuchs hatte das Jobcenter sogenannte Eingliederungsvereinbarungen an Hartz-IV-Empfänger verschickt – per Serienbrief und ohne vorherige Einzelfallprüfung. In den schwer verständlichen vierseitigen Schreiben wurden die Klienten pauschal zu einer Reihe von Aktivitäten aufgefordert, zum Beispiel, mindestens fünf Bewerbungen pro Monat zu schreiben, ein Praktikum zu absolvieren und sich eine Kinderbetreuung zu organisieren. Die Empfänger, darunter auch Kranke und Migranten mit geringen Deutschkenntnissen, sollten das Papier unterschreiben, einschließlich der wahrheitswidrigen Behauptung, dass vorher Beratungsgespräche stattgefunden hätten. Nur wer schriftlich widersprach, bekam eine individuelle Vereinbarung.

Wenn die Unterzeichner später gegen die umstrittene Serien-EGV verstießen, sollte die Fallmanagerin ihnen die Sozialleistungen kürzen oder streichen. Gegen diese Anweisung wehrte sie sich zunächst monatelang amtsintern und später mit der Klage vor dem zuständigen Arbeitsgericht in Verden (Aller).

 

Hier der Bericht in der FR zum nachlesen:

http://www.fr-online.de/politik/arbeitsrecht-jobcenter-rebellin-gibt-auf,1472596,35015422.html

2.258,13 €

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Am 20 Februar 2017
Anonym
Weiter so!!
Am 1 Februar 2017
Sylvia Eichner
Ich bin sehr froh darüber, dass Sie diese aufrechte Frau auf diese Weise unterstützen - und Unterstützung möglich machen. Wir brauchen mehr von beidem.
Am 31 Januar 2017
Pjotr56
Vielen Dank, Herr Schneider für ihr Engagement und die Möglichkeit Solidarität zu zeigen!
Am 30 Januar 2017
Christian Fassnacht
Liebe Job Center Rebellin, danke für Ihren Löwinnenmut, den Sie bewiesen haben. Sie haben meinen tiefsten Respekt ! Ihr Herz sitzt definitiv am rechten Fleck :-) Sie sind eine Wohltat für unsere Demokratie und menschlicher Zivilcourage ! Ich selbst kämpfe als Sozialarbeiter täglich gegen die Schikanen des Job Centers ! Recht herzlichen Dank und auf das Harzt 4 endlich aus unserem Land verschwindet.
Am 30 Januar 2017
Parlante Soziale Arbeit
Danke für den Hinweis und die Organisation der Spendenaktion. Ich möchte mir nicht ausmalen, wie die Welt ohne Whistleblower aussehn würde. Franz Schmid
Am 29 Januar 2017
Bildungsträger Heidelberg
Danke für die Möglichkeit, Zivilcourage (über deren Folgen ich entsetzt bin) zumindest auf diese Art ein wenig mittragen zu können.
Am 29 Januar 2017
Harald Thome
Solidarität muss praktisch sein!
Am 25 Januar 2017
Gård Rönnbjörn
Viel Glueck und Erfolg vom Polarkreis.
Am 20 Januar 2017
Ocean's
Gute Idee! Jeder Widerstand gegen dieses System ist wertvoll und unterstützenswert!
Am 19 Januar 2017
Jens Bertrams
Es ist immer wieder dasselbe! Danke für Ihren Einsatz! Bis bald.