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Neues rollstuhlgerechtes Auto für Christopher

Organisiert für Christopher Bodisch

Liebe Freunde, Familie und Bekannte und alle die helfen möchten.

 

Wir, das sind mein Sohn Christopher und seine zwei Brüder, Andreas und Alexander, meine Wenigkeit Petra Bodisch und natürlich der Papa der Kinder. Um Christopher geht es hier in der Geschichte.

 

Vor knapp 14 Jahren wurde von heute auf morgen unser Leben komplett verändert und von da an geprägt von Sorgen und Ängsten, aber mittlerweile auch von vielen schönen und zufriedenen Momenten.

 

Christopher hatte im Alter von 9 Jahren einen schweren Unfall, der ihn zu  dem Menschen machte, der er heute ist. Der liebenswerteste, stärkste und tapferste junge Mann, den ich mir vorstellen kann.

 

Januar 2004 brach sein Bruder Andreas im Eis ein und Christopher versuchte ihn zu retten. Er hat das tadellos geschafft und ich wünschte lange Zeit, er hätte es nicht getan. Heute denke ich, wäre es vielleicht noch viel schlimmer gekommen. Denn Christopher war und ist ein richtiger Kämpfer und eine Frohnatur. Mit diesen Eigenschaften konnten wir dahin kommen, wo wir heute sind.

 

Wie man sieht hatte er nicht soviel Glück bei der Rettung seines Bruders, er musste 90 Minuten wiederbelebt werden. Die Ärzte gaben ihm eine Überlebenschance von 0%. Wie durch ein Wunder hat er aber doch überlebt. Die Prognosen damals waren mehr als düster. Mir wurde gesagt, er wird nie wieder irgendetwas selbstständig können. Er wird im Wachkoma bleiben, sein damaliger Zustand bis ca. ein halbes Jahr danach. Er war ca. 4 Wochen auf der Intensivstation, danach kam er in eine Reha-Klinik. Wir durften ihn relativ bald auf mein Drängen an Wochenenden mit nach Hause nehmen. Da an den Tagen keinerlei Therapien und sonstiges stattfand, hatte ich ihn lieber zu Hause. Im Sommer 2004, also einige Monate nach dem schrecklichen Unglück, geschah ein kleines Wunder und Hoffnung entstand.

 

Ich habe mich, wenn er zu Hause war, immer zu ihm gelegt. Er machte in seinem Wachkoma so ..eigene, seltsame Geräusche, die ich, in meiner Hilflosigkeit (was auch immer), nachmachte. An einem Tag fing er deswegen auf einmal an zu lachen. Ich war in dem Moment sooo dermassen glücklich, dass er endlich auf etwas reagierte, das kann ich eigentlich gar nicht beschreiben. Von da an ging es meistens bergauf. In der Reha-Klinik konnte man kaum fassen, dass ich Sonntag Abend einen wachen, fröhlichen jungen Mann zurück brachte.

Anfangs noch mit Sondennahrung ernährt, übten wir fleissig Essen und Trinken. Hauptsächlich zu Hause, da in der Klinik oft zuwenig Zeit für stundenlanges Essen war.  Zu Hause pürierte ich alles an Nahrung was möglich war und Getränke wurden eingedickt. Nach Monaten haben mein Sohn und ich es geschafft, auf die Sonde zu verzichten. Das Krankenhaus wollte die Sonde anfangs nicht entfernen, warum auch immer. Es ist natürlich sehr zeitaufwenig.

Mein Sohn hat ihnen da aber einen Strich durch die Rechnung gemacht und sie sich selber rausgerissen. Zum Glück ist dabei nichts weiter passiert. Aber ich denke, er wollte einfach beweisen, dass er sie nicht braucht und sich selber etwas wehren. Er konnte damals noch nicht sprechen und es gab  für ihn anscheinend keine andere Lösung.

Aber nichts gutes ohne was Schlechtes. Nach einiger Zeit begann sich seine Sicht zu verschlechtern, er sah immer weniger, warum kann mir keiner genau erklären. Es ist ein Hirnschaden, denn die Augen und der Sehnerv sind in Ordnung. Kortikale Blindheit. So..nichts Sehen und nicht Reden, ging ja mal gar nicht. Also haben wir an unserer Sprache gearbeitet. Es war ein sehr, sehr langer Weg, bis er endlich halbwegs verständliche Laute konnte. Mittlerweile spricht er sehr viel, aber man muss genau zuhören, um ihn zu verstehen. Aussenstehende tun sich damit natürlich sehr schwer. Aber für uns ist es ein Riesenerfolg.

 

Ca. 18 Monate waren wir in der Reha-Klinik, bis er entlassen wurde. Dann ging es nach Hause und es war und ist jeden Tag ein Kampf. Wir machen ständig Therapien. Sind ständig auf der Suche nach neuen Möglichkeiten, um ihm das Leben zu verschönern und zu verbessern.

Natürlich ist der Alltag nicht einfach, dazu kommen Dinge, wie z.b eine Erkältung. Lächerlich mag man sich denken, aber für Chrisi ist sie lebensbedrohlich. Es kommen fast jeden Tag neue Sorgen auf uns zu. Aber Christopher ist so fröhlich und so einnehmend in seinem Wesen, dass er uns vieles leichter macht und ich immer wieder glücklich bin, dass es ihn gibt.

 

2007 sind wir von Wien nach Nö gezogen. Grund war eigentlich nur der, dass Christopher gerne schwimmt. Durch seine Blindheit waren öffentlich Bäder keine Option mehr, da sie ihn überforderten von der Lautstärke. Also brauchten wir ein Haus mit Garten, damit man einen Pool aufstellen kann. Gesagt, getan...Unsere Wohnung war eigentlich perfekt, wobei auch hier behindertengerechte Umbauten hätten stattfinden müssen. Und aus heutiger Sicht, weiss ich nicht, ob das alles dort möglich gewesen wäre! Das neue Haus (leider ein Altbau, da es finanziell anders nicht möglich war) steht immer noch in der Umbauphase...manchmal zweifle ich daran, ob es jemals fertig werden kann. Aber sein Zimmer ist fast perfekt und der Pool bringt ihm Spass im Sommer. Leider hab ich nicht wirklich bedacht, wie warm das Wasser für meinen Sohn sein muss. Also kommen wir recht selten in den Genuss, ausser an sehr heissen Tagen. Aber aus Fehlern lernt man und man lernt damit zu leben.

 

Christopher ist jetzt 23 Jahre jung und nach wie vor meistens gut gelaunt und fröhlich und frech. Er (wie auch ich) hat sehr oft Schmerzen und viele Baustellen, die ihm das Leben erschweren, aber irgendwie schaffen wir es trotzdem meistens gut gelaunt den Tag zu überstehen. Meine Kämpfe mit diversen Ärzten und eigenen Gesundheitsproblemen usw. erspare ich ihm, so gut ich kann. Seit er 18 ist, ist einiges um ein vielfaches schwerer geworden. Solange man ein Kind ist, sind immer Ärzte da, die einem helfen. Aber sobald man als Erwachsener zählt, fällt man irgendwie in eine Lücke und keiner fühlt sich mehr zuständig. Christopher wird als Erwachsener behandelt, ist geistig aber weit entfernt von einem Erwachsenen. Das macht mich persönlich sehr oft traurig, da ich das kaum ändern kann. Dabei wünsch ich mir nur, dass es ihm gut geht. Mehr nicht. Und da werden einem in dieser Welt soviele Steine in den Weg gelegt.

 

UND jetzt zu unserem eigentlichen Anliegen. Für diesen tollen jungen Mann, den ich euch beschrieben habe, brauchen wir ein neues, rollstuhlgerechtes Auto. Wir fahren damit regelmässig zu Therapien und auch ins Krankenhaus. Und natürlich brauchen wir es, um auch zusammen Ausflüge zu machen. Mein altes Auto gibt leider in Kürze seinen Geist auf und ich persönlich bin zu ängstlich, um mit Christopher in einem nicht-sicheren Auto zu fahren. Und wir sind für jede noch so kleine Hilfe dankbar. Mein Sohn möchte auch am Leben teilhaben und ohne Auto ist das fast unmöglich, hier draussen am Land. Ich fahre für gute Therapeuten auch gerne weiter und das Auto ist eigentlich lebensnotwendig für ihn. Ich bin finanziell nicht in der Lage das Auto selbst zu bezahlen, auch auf Kredit/Leasing ist mir die monatliche Rate zu hoch. Also hoffe ich auf diesem Wege, Sponsoren zu finden, die uns unterstützen. Jeder noch so kleine Beitrag hilft und wir sind unendlich dankbar.

 

Wenn es euch ein Anliegen ist, würden wir uns auch gerne die Zeit nehmen, euch mit Fotos vom neuen Auto und Chrisi zu bereichern. Dazu würde ich um Kommentare bitten... Meine Familie und ich bedanken uns vorab aufs Herzlichste für jede Reaktion zu diesem Beitrag und wünschen euch allen GESUNDHEIT und ein bereicherndes Kinderlachen....

 

Herzlichst

Fam. Bodisch

 

Vielen Dank fürs Lesen

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Herzlichen Dank

Organisiert von

Petra Bodisch