Unterstützung für Pouya

Organisiert für Bianka Huber

Liebe Freunde, Familie und Bekannte,

herzlich willkommen bei dieser Sammelaktion für Ahmad Shakib Pouya.

Vergangenen Freitag musste Pouya gezwungenermaßen "freiwillig" die Ausreise nach Afghanistan antreten. Nach fünf Jahren und acht Monaten in Deutschland und zwei Jahre Flucht durch das europäische Ausland muss Pouya dahin zurück, wo er vom Tode bedroht ist.Im Moment ist er in relativer Sicherheit. Wie es aussieht wird er untertauchen müssen.

Eine Möglichkeit Pouya zu unterstützen ist, ihm finanziell zu helfen. Deshalb suche zuverlässige Unterstützer, die bereit sind, in der nächsten Zeit Pouya regelmäßig  zu unterstützen. Mein Plan ist es, ihm monatlich 400 - 500 Euro zukommen zu lassen, damit er sich nicht in gefährliche Abhängigkeiten begeben muss und überleben kann. Pouya wird erst mal nicht arbeiten können und das Beantragen von notwendigen Papieren für die Familienzusammenführung werden zusätzlich 1500 - 2000 Euro verschlingen. Es ist seine einzige Möglichkeit nach Deutschland zurückzukehren. Was über die 400 - 500 Euro hinaus geht, soll auf dem Konto angesammelt werden für den Notfall (Flucht in ein angrenzendes Land) oder für den Glücksfall - die Rückkehr nach Deutschland. 

Die ausgewiesene Summe von 4000 Euro setzt sich zusammen aus vier Monaten a 500 Euro plus 2000 für Bürokratiekosten.

Schon jetzt ein "Herzliches Dankeschön" an alle Unterstützer! Ich glaube, es ist ein guter und hilfreicher Weg Pouya spüren zu lassen, dass wir hinter ihm stehen.

 

Hier ein Link zu den neusten Pressemeldungen:

http://www.augsburger-allgemeine.de/augsburg/Heute-muss-er-gehen-Afghane-Pouya-fuerchtet-um-sein-Leben-id40255887.html

 

http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.musiker-pouya-verlaesst-deutschland-rueckkehr-nach-afghanistan.49f1aa9c-4e5e-4603-88f4-a5ccf323a486.html

 

http://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.muenchner-geiger-bei-ihm-ahmad-shakib-pouya-seine-reise-ins-ungewisse.0e67e491-5f9c-4735-859a-35c53b85f35c.html

 

http://www.br.de/mediathek/video/sendungen/nachrichten/pouya-ausreise-afghanistan-100.htmlhttp://www.br.de/nachrichten/pouya-afghanistan-augsburg-100.htmlhttp://www.augsburger-allgemeine.de/augsburg/Abgeschoben-Pouya-fliegt-ins-Ungewisse-id40263097.htmlhttp://www.augsburger-allgemeine.de/augsburg/Abgeschoben-Pouya-fliegt-ins-Ungewisse-id40263097.html

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Neuigkeiten

Bianka Huber schrieb am 17 März 2017:

Pouya ist wieder da! Gestern glücklich in Frankfurt gelandet!

 

Ahmad Shakib Pouyahat hat Visum für Aufenthalt in Deutschland in Kabul erhalten

16.03.17 - 

Gestern hat der Musiker und Zuflucht-Kultur-Künstler Ahmad Shakib Pouya sein Visum in der deutschen Botschaft in Kabul abgeholt und wird heute abend wieder in Deutschland eintreffen! Die schlimme Zeit der Ungewissheit und des Wartens hat damit vorerst ein Ende.

16.03.2017 - Von PM, KIZ 

 

In den mehr als 50 Tagen seit seiner Rückkehr nach Afghanistan am 20. Januar lebte Pouya unter sehr bedrückenden und gefährlichen Umständen: Untergetaucht in Kabul und ständig sein Quartier wechselnd, verließ ihn nie die Furcht, verraten zu werden.

Den Weg zur Rückkehr eröffnet hat ihm ein Projektvertrag der Münchner Schauburg. Das mit den Münchner Kammerspielen und der Otto-Falckenberg-Schule assoziierte Kinder- und Jugendtheater der Stadt München, hatte Pouya die Hauptrolle des Ali in einer Neuproduktion von Rainer Werner Fassbinders Angst essen Seele auf angeboten. Der Probenbeginn, der eigentlich auf morgen angesetzt war, verschiebt sich nun zwar etwas nach hinten. Aber es bleibt beim Premierentermin 22. April. Wir hoffen sehr, dass wir die Zeit nutzen können, damit Pouya auch über die Dauer des Visums hinaus ein Bleiberecht in Deutschland erhält. Eine Chance besteht durchaus. Denn Josef E. Köpplinger, Intendant des Staatstheaters am Gärtnerplatz, hat Pouya ein Engagement in Aussicht gestellt. Zustande kam diese Verbindung über Albert Ginthör, Organisator der Münchner ZAIDE-Aufführungen und Geiger im Orchester des Staatstheaters am Gärtnerplatz, der Pouya bei der Rückreise nach Kabul begleitete.

Albert Ginthör ist nur einer der vielen Unterstützer, die sich für Pouya und seine Rückkehr nach Deutschland eingesetzt haben. Das solidiarische Kernteam bestand aus Bianka Huber, der Leiterin der Flüchtlingsberatung der IG Metall in Frankfurt, bei der Pouya seit Januar 2016 ehrenamtlich gearbeitet hatte, und dem Verein Zuflucht Kultur e.V. Großen Einsatz zeigten auch Dana Pflüger und die Studierenden des Departments Kunstwissenschaften der Ludwig-Maximilians-Universität München als Mitorganisatoren der Münchner ZAIDE und die Initiatoren des Blogs AHMAD POUYA - keine Abschiebungen nach Afghanistan! 

Heute ist es Pouya und uns Unterstützern aber auch ein Anliegen, den Vertretern der staatlichen Behörden zu danken, die sich in politisch äußerst schwierigen Zeiten für Pouyas Rückkehr eingesetzt haben, allen voran Walter Haßmann, dem deutschen Botschafter in Kabul, Ibrahim Hotak, dem Leiter des Goethe-Instituts Kabul, sowie der zuständigen Ausländerbehörde der Stadt München. Dass sie Pouyas Wiedereinreiseantrag – gemessen am üblichen Procedere – so ungewöhnlich rasch bearbeitet haben, hängt sicherlich auch mit der großen Aufmerksamkeit zusammen, die Pouyas Geschichte in den Medien erregt hat. Ihre Berichterstattung, liebe Journalistinnen und Journalisten, hat dazu in kaum zu überschätzender Weise beigetragen und auch dazu geführt, dass sich Politiker und Politikerinnen für Pouya stark gemacht haben. Zunächst waren dies vor allem der bayerische Staatsminister a.D. Dr. Thomas Goppel und Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth, später auch das deutsche Auswärtige Amt sowie das Bundespräsidialamt.

Bianka Huber schrieb am 19 Februar 2017:

Münchner Abendzeitung

 

Durchbruch im Abschiebe-DramaDarf Pouya nun zurück nach Deutschland?

 

az, 18.02.2017 - 15:08 Uhr

Der afghanische Musiker und Künstler Ahmad Shakib Pouya.  Foto: Veranstalter

Für alle, die Anteil am Schicksal des afghanischen Künstlers genommen haben, gibt es Hoffnung: Ahmad Shakib Pouya hat von der Münchner Schauburg einen künstlerischen Arbeitsvertrag angeboten bekommen.

München - Münchens Kinder- und Jugendtheater Die Schauburg hat dem afghanischen Künstler Ahmad Shakib Pouya die Hauptrolle des Ali in einer Neuproduktion von Rainer Werner Fassbinders "Angst essen Seele auf" angeboten. Der Projektvertrag ist bereits unterschrieben und wird nun an die deutsche Botschaft in Kabul weitergeleitet. Dort hat Pouya am Montag einen weiteren Termin.

Damit könnte er seinen hochgefährlichen Aufenthalt in Kabul vorerst beenden. Denn ein künstlerischer Arbeitsvertrag über einen definierten Zeitraum könnte ihn für die Rückreise qualifizieren. In München könnte Pouya dann weiter daran arbeiten, ein dauerhaftes Bleiberecht zu erwirken.

Gleich zwei unbefristete Job-Angebote hat der Künstler, der ein halbes Dutzend Sprachen beherrscht, in der Tasche: bei der Flüchtlingsberatung der IG Metall in Frankfurt sowie das Engagement am Staatstheater am Gärtnerplatz. Sechs Jahre hat der mittlerweile 33-Jährige in Deutschland verbracht, im Januar war Pouya erzwungenermaßen "freiwillig" nach Afghanistan ausgereist.

Die Proben zu "Angst essen Seele auf" sollen am 15. März beginnen, Premiere feiert das Stück dann am 22. April.

Bianka Huber schrieb am 19 Februar 2017:

Die Augsburger Zeitung

 

Abschiebungen nach Afghanistan: Pouya vor der Rückreise?

 

Die Schauburg, das mit den Münchner Kammerspielen und der Otto-Falckenberg-Schule assoziierte Kinder- und Jugendtheater der Stadt München, hat Ahmad Shakib Pouya die Hauptrolle des Ali in einer Neuproduktion von Rainer Werner Fassbinders “Angst essen Seele auf” angeboten. 

Ein Arbeitsvertrag könnte dem “Augsburger Vorzeigeflüchtling”, wie die Augsburger Allgemeine titelte, die Rückkehr nach Deutschland ermöglichen. Der Projektvertrag sei bereits unterschrieben und werde nun an die deutsche Botschaft in Kabul weitergeleitet, wie der Pouya-Unterstützerkreis heute bekannt gab. Es wäre möglich, dass Pouya dauerhaftes Bleiberecht erhalte, schließlich habe er zwei Angebote für feste Arbeitsverhältnisse in der Tasche: bei der Flüchtlingsberatung der IG Metall in Frankfurt sowie das Engagement am Staatstheater am Gärtnerplatz.

Letzteres würde durch den Projektvertrag mit der Schauburg zeitlich nach hinten rücken. Rainer Werner Fassbinders Film und Theaterstück “Angst essen Seele auf” ist ein frühes Kunstwerk in Sachen Integration. Pouya soll in der Neuinszenierung des Schauburg-Intendanten George Podt nicht nur den Ali spielen, sondern auch die Musik zum Stück komponieren. Die bekannte Münchner Film- und Theaterschauspielerin Ilona Grandke übernimmt die Rolle der Emmi. Die Ausstattung besorgt der renommierte Bühnenbildner und Regisseur Peer Boysen. George Podt und die Schauburg-Dramaturgin Dagmar Schmidt wollen mit der Neuinszenierung ein Zeichen in unruhigen Zeiten setzen. Auf Pouya waren sie durch die Berichterstattung in den Medien aufmerksam geworden.

 

Bianka Huber schrieb am 19 Februar 2017:

Stuttgarter Zeitung

Durchbruch im Abschiebe-Drama

 

Darf Pouya nun zurück nach Deutschland?

az, 18.02.2017 - 15:08 Uhr

Der afghanische Musiker und Künstler Ahmad Shakib Pouya.  Foto: Veranstalter

Für alle, die Anteil am Schicksal des afghanischen Künstlers genommen haben, gibt es Hoffnung: Ahmad Shakib Pouya hat von der Münchner Schauburg einen künstlerischen Arbeitsvertrag angeboten bekommen.

München - Münchens Kinder- und Jugendtheater Die Schauburg hat dem afghanischen Künstler Ahmad Shakib Pouya die Hauptrolle des Ali in einer Neuproduktion von Rainer Werner Fassbinders "Angst essen Seele auf" angeboten. Der Projektvertrag ist bereits unterschrieben und wird nun an die deutsche Botschaft in Kabul weitergeleitet. Dort hat Pouya am Montag einen weiteren Termin.

Damit könnte er seinen hochgefährlichen Aufenthalt in Kabul vorerst beenden. Denn ein künstlerischer Arbeitsvertrag über einen definierten Zeitraum könnte ihn für die Rückreise qualifizieren. In München könnte Pouya dann weiter daran arbeiten, ein dauerhaftes Bleiberecht zu erwirken.

Gleich zwei unbefristete Job-Angebote hat der Künstler, der ein halbes Dutzend Sprachen beherrscht, in der Tasche: bei der Flüchtlingsberatung der IG Metall in Frankfurt sowie das Engagement am Staatstheater am Gärtnerplatz. Sechs Jahre hat der mittlerweile 33-Jährige in Deutschland verbracht, im Januar war Pouya erzwungenermaßen "freiwillig" nach Afghanistan ausgereist.

Die Proben zu "Angst essen Seele auf" sollen am 15. März beginnen, Premiere feiert das Stück dann am 22. April.

Bianka Huber schrieb am 10 Februar 2017:

 

INTERVIEW

Leben in Kabul

Musiker Pouya: „Gerade ist es die Hölle“

Von Hilke Lorenz 08. Februar 2017 - 12:20 Uhr

Der Musiker Pouya lebt seit fast drei Wochen wieder in Kabul. Er ist freiwillig ausgereist, um nicht abgeschoben zu werden. Er hält sich versteckt, um zu überleben. Ohne die Hilfe von Freunden könnte er sich nicht einmal mit Essen versorgen. 

Pouya in seinem ersten Hotel in Kabul, in dem er längst nicht mehr ist. Er wechselt seinen Aufenthaltsort aus Scherheitsgründen häufig.Foto: Ginthör

Kabul - Am 20. Januar hat der Musiker Ahmad Shakib Pouya Deutschland verlassen. Der Afghane wollte so seiner bevorstehenden Abschiebungzuvorkommen. Der 33-Jährige war 2008 aus seinem Heimatland geflüchtet und 2010 nach Deutschland gekommen. In Herat arbeitete er in der Klinik einer französischen Organisation. Zudem hatte er sich als Künstler exponiert und war so ins Visier der Taliban geraten. Sein Asylantrag wurde jedoch abgelehnt. Pouya gilt als bestens integriert in Deutschland. Er arbeitete für die IG-Metall in Frankfurt in der Flüchtlingsberatung und stand bei den Opernprojekten des Vereins „Zuflucht Kultur“ auf der Bühne. In Kabul versucht er nun zu überleben – und wartet auf die Bearbeitung seines Visums. Denn er will zurück nach Deutschland zu seiner Frau und seiner Arbeit. 

Mehr zum Artikel

Innenminister Strobl: SPD bricht RechtAbschiebung von Afghanen spaltet Länder

Abschiebung nach AfghanistanVier Flüchtlinge aus dem Südwesten zurückgeschickt

Herr Pouya, Sie sind jetzt die dritte Woche in Kabul. Erst am Dienstag sind bei einem Selbstmordanschlag auf das oberste Gericht 20 Menschen ums Leben gekommen, viele Menschen wurden verletzt. Wie geht es Ihnen? 

Es geht. Zum Glück bin ich immer noch am Leben. 

Wie leben Sie denn gerade? 

Es ist nicht leicht, mit Angst und Zittern zu leben. Aber irgendwie ertrage ich die Zeit. 

Wie sehen Ihre Tage in Kabul aus? 

Ich versuche, mich gut zu verstecken. Und ich teile die Informationen und Berichte über die Situation in Afghanistan auf Facebook, damit die Leute wissen, wie die Lage im sicheren Herkunftsland Afghanistan ist. Gerade ist es die Hölle. Mit Sicherheit hat es nichts zu tun. 

Trauen Sie sich dann überhaupt raus? 

Leider kann ich nicht auf die Straße gehen. Wenn ich das tue, müsste ich mit einem gepanzerten Auto unterwegs sein. Aber auch das ist nicht sicher. 

Wie versorgen Sie sich dann? 

Leider lebt niemand von meiner Familie hier. Bekannte helfen mir beim Einkaufen, damit ich etwas zu essen bekomme. Aber mehr können sie wegen der Sicherheitslage nicht für mich tun. 

Wovon leben Sie? 

Ich kriege ein bisschen Unterstützung aus Deutschland. Ohne die könnte ich hier nicht überleben. Ich kann hier auch sonst nichts tun ohne die Unterstützung durch Bekannte. 

Haben Sie noch Kontakt zur deutschen Botschaft? 

Nein. Ich warte auf ihren Anruf. 

Was bekommen Sie von der Situation und der politischen Diskussion in Deutschland mit? 

Ich habe leider keine Informationen aus Deutschland. Ich weiß jedoch, dass viele Menschen, Freunde und ein paar Politiker mir helfen wollen. Was aber genau geschieht, weiß ich nicht.

Bianka Huber schrieb am 3 Februar 2017:

 

 Offener Brief: Ahmad Shakib Pouya ist willkommen! 

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin Dr. Merkel, 

wie der Presse zu entnehmen ist, halten Sie die Integration derjenigen, die vor 

Krieg, Bürgerkrieg, Terror und Folter nach Deutschland geflohen sind, für eine 

große Herausforderung. Wir stimmen Ihnen zu: ein gutes Einleben der 

Menschen verschiedener Ethnien und Religionen hängt auch von deren 

Integrationswillen ab. 

Wir möchten Sie gerne auf einen Zahnarzt, Künstler und Dolmetscher 

afghanischer Herkunft aufmerksam machen: Herrn Ahmad Shakib Pouya, der 

seit sechs Jahren in Deutschland lebte, für die IG Metall ehrenamtlich arbeitete 

(da die Ausländerbehörden ihm eine Festanstellung verweigerten) und 

geradezu ein Musterbeispiel an Integration ist. 

Aufgrund seiner Arbeit in einem französischen (und damit aus Sicht der Taliban 

feindlichen) Krankenhaus in Herat sowie seiner künstlerischen Tätigkeit erhielt 

er massive Morddrohungen der Taliban und war deshalb vor acht Jahren nach 

Deutschland geflohen. 

Deutschlandweit bekannt wurde Herr Pouya unter anderem durch seinen 

Auftritt in der Talkshow von Markus Lanz sowie durch seine Hauptrolle in der Mozart-Oper „Zaide“ des Vereins Zuflucht Kultur e.V. Er durfte 2015 mit dem Chor von Zuflucht Kultur e.V. sogar beim Bürgerfest des Bundespräsidenten Joachim Gauck singen, wo er auf der Bühne seinen größten Wunsch aussprach: „Lieber Herr Gauck, ich habe Ihre Sprache gelernt, Ihre Kultur kennengelernt. Bitte nehmen Sie mich auf, ich möchte Steuern zahlen und Teil dieser Gesellschaft sein.“ 

Trotz seiner geradezu vorbildlichen Integration musste er jedoch am 20. Januar 

2017 unter Todesangst nach Afghanistan ausreisen, um seiner unmittelbar 

bevorstehenden zwangsweisen Abschiebung durch den bayerischen Innenminister Joachim Herrmann zuvorzukommen. Die Härtefallkommission, bei welcher der Antrag von Ahmad Shakib Pouya zur Bearbeitung lag, ist für ihn damit nicht mehr zuständig, weil er ja „freiwillig“ (obwohl gezwungenermaßen) nach Afghanistan zurückgereist ist. Gerade darin offenbaren sich die Widersprüche der Flüchtlingspolitik: Er musste „freiwillig“ ausreisen, um sich die Möglichkeit einer Wiedereinreise offenzuhalten. Aber gerade durch diese Ausreise ist die Härtefallkommission nicht mehr zuständig, die eventuell ein Bleiberecht für ihn erwirkt hätte. 

Die Tatsache, dass die “dringende Reisewarnung” des Auswärtigen Amtes für 

Afghanistan aufgrund von „Gefährdung durch terroristisch oder kriminell 

motivierte Gewaltakte” nach wie vor aktuell ist, spricht Bände! 

Begleitet wurde er in den ersten Tagen durch seinen couragierten deutschen 

Musikerkollegen Albert Ginthör vom Münchner Staatstheater am Gärtnerplatz. 

Gemeinsam ist es ihnen gelungen, in Kabul Kontakt mit dem Goethe-Institut 

und durch dessen Vermittlung auch mit der Visa-Abteilung der deutschen 

Botschaft aufzunehmen. 

Derzeit hält sich Ahmad Shakib Pouya an wechselnden geheimen Orten in 

Afghanistan versteckt in der Hoffnung, nicht von der Taliban getötet zu 

werden. Er kann sich vor Ort nicht frei bewegen, was die weitere Bearbeitung 

seines Visum-Antrages extrem schwierig gestaltet. 

Bundesweit setzen sich sehr viele engagierte Menschen für Herrn Pouya ein, 

u.a. die UnterzeichnerInnen dieses Offenen Briefes: Der Verein Zuflucht Kultur 

e.V., das Münchner Staatstheater am Gärtnerplatz sowie die IG Metall, von 

denen Herrn Pouya bei seiner Rückkehr jeweils ein festes Arbeitsangebot 

vorliegt, denn er ist für sie ein sehr wertvoller Mensch und unverzichtbarer 

Mitarbeiter gewesen. 

Weiterhin die hier unterzeichnenden Kabarettisten Claus von Wagner, Max 

Uthoff und Dr. Dietrich Krauss. Die beiden Letztgenannten sind beim 

Bayerischen Staatsministerium vorstellig geworden, wurden jedoch 

bedauerlicherweise nicht von Herrn Innenminister Joachim Herrmann 

empfangen. Der bayerische Innenminister hat deshalb bereits einen Offenen 

Brief erhalten, der nichts zu wünschen übrig lässt. Es gab eine Petition, die innerhalb kürzester Zeit rund 24.000 Unterschriften verzeichnete: 

https://secure.avaaz.org/de/petition/Minister_Joachim_Hermann_Bleiberecht_f 

uer_Pouya/ 

Viele engagierte Menschen aus der Facebook-Fangruppe zur ZDF-Sendung "Die 

Anstalt", die das Schicksal von Ahmad Shakib Pouya zutiefst bestürzt, haben 

auf dieser Plattform eine neue Gruppe gegründet mit dem Namen "Ahmad 

Pouya ist willkommen“. https://www.facebook.com/groups/1189613541086129/?fref=ts 

Sie wollen Herrn Pouya bestmöglich unterstützen, um nach Deutschland zurückkehren und für das Wohl unseres Landes wirken zu können. 

Alle diese Unterstützer und Unterstützerinnen sind die zivilgesellschaftliche Stimme dieses mustergültig integrierten Künstlers. 

Im Namen dieser Stimmen, die mit ihrem Engagement zugleich ein Gegengewicht sind zu Hass und Hetze in unserer Gesellschaft, bitten wir Sie, sehr geehrte Frau Dr. Merkel, von ganzem Herzen: Bitte tun Sie alles, was nur irgend in Ihren Kräften steht, um Ahmad Shakib Pouya ein Leben in Deutschland zu ermöglichen. Bitte sorgen Sie dafür, dass Herr Pouya sein Visum erhält, und damit ein langfristiges Bleiberecht als wertvoller Bürger unseres Landes. 

Sie gäben damit der Mitmenschlichkeit und der Humanität eine Stimme, die wir 

im Internet und in der Gesellschaft würdigen würden. 

Und Sie könnten damit zeigen, dass Ihnen der Eugen-Bolz-Preis der Stadt Rottenburg für Ihre Flüchtlingspolitik zu Recht verliehen wurde, weil Ihrer Rede zur Integration der Menschen anderer Ethnien, Religionen und Nationalitäten Taten folgen. 

Für all Ihre Mühe danken wir Ihnen im Namen aller Unterstützer und 

Unterstützerinnen sehr herzlich im Voraus und verbleiben 

mit freundlichen Grüßen und den besten Wünschen. 

Verantwortlich im Sinne des Presserechts: 

Horst Berndt 

Weißenseer Weg 89 

10369 Berlin-Lichtenberg 

E-Mail: horstberndt55@web.de 

ErstunterzeichnerInnen: 

Dagmar Berkenberg, Helferkreis Asyl Fürstenfeldbruck 

Horst Berndt, stellvertretend für die Unterstützer-Gruppe „Ahmad Pouya ist 

willkommen“ bei Facebook 

Lara Birkenmeier 

Deutsche Orchestervereinigung e.V., Berlin 

Albert Ginthör, Deutsches Forum für Musik- und Theaterkultur & Mitglied des Orchesters des Staatstheaters am Gärtnerplatz 

Lynn-Katrin Haug 

Dr. Dietrich Heißenbüttel, Journalist, Esslingen 

Rebekka Hofbauer 

Bianka Huber, Leiterin der IG Metall-Beratungsstelle für Geflüchtete, Frankfurt 

a.M. 

Annelies Huber, Haus International Landshut e.V. 

Anna Jürgens 

Johannes und Veronika Jürgens 

Lea Jürgens 

Luisa Jürgens 

Jürgen Kerner, geschäftsführendes Vorstandsmitglied der IG Metall 

Franziska Klein 

Dr. Dietrich Krauss, Journalist, Kabarettist 

Cornelia Lanz, 2. Vorsitzende sowie künstlerische Leitung Zuflucht Kultur e.V. 

Ulrich Otto, Stuttgart 

Matthias Siddhartha Otto, Humboldt-Gymnasium Berlin 

Sumati Panicker, Universität Stuttgart 

Dana Pflüger, Ludwig-Maximilians-Universität München 

Anja Schödel-Otto, Berlin 

Nicola Steller, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Zuflucht Kultur e.V. 

Walter Schirnik, 1. Vorsitzender Zuflucht Kultur e.V. sowie 1. Vorsitzender und 

Intendant der Stuttgarter Symphoniker e.V. 

Max Uthoff, Kabarettist 

Claus von Wagner, Kabarettist

Bianka Huber schrieb am 23 Januar 2017:

Seit Samstagmorgen halten sich Pouya und Albert Ginthör in Kabul versteckt – zunächst ohne Kontakt zu offiziellen deutschen Stellen und ganz auf sich allein gestellt. Doch nun gibt es Grund zur Hoffnung! Der Durchbruch könnte gelungen sein.Gestern trafen sich die beiden mit Ibrahim Hotak, dem Leiter des Goethe-Instituts in Kabul. Er erwies sich als außerordentlich anteilnehmend und hilfsbereit und vermittelte ihnen einen Termin bei der deutschen Botschaft – bereits für heute Vormittag. Eben kommen die beiden zurück und sind hörbar erleichtert. Sie wurden in der Kulturabteilung der Botschaft empfangen und fanden ein offenes Ohr für ihr Anliegen. Zumal die Mitarbeiter vor Ort aus eigener Anschauung wissen, wie brandgefährlich die Lage für Künstler in Afghanistan ist. Auch der deutsche Botschafter Walter Haßmann in Kabul zeigte sich über Pouyas Fall informiert und vermittelte ihm einen Sondertermin in der Visa-Abteilung in wenigen Tagen. Dort kann Pouya nun einen Antrag auf Wiedereinreise stellen. Besonders nach dem bangen ersten Tag in Kabul, sind wir nun sehr erleichtert, dass Pouya so schnell der Weg zur deutschen Botschaft geebnet wurde. Denn noch am Samstag schien es, als wäre das Risiko durch die Mitreise von Albert Ginthör eher gestiegen. Doch das heutige Gespräch und große Entgegenkommen des Goethe-Instituts wie der Botschaft haben gezeigt: Die hohe mediale Aufmerksamkeit hat Pouyas Sache ebenso geholfen wie die Anwesenheit und Unterstützung von Albert Ginthör als deutscher Staatsbürger und Geiger im Orchester des Staatstheaters am Gärtnerplatz. Nun bitten wir Sie alle, uns die Daumen zu drücken, dass über Pouyas Wiedereinreiseantrag sehr bald und positiv beschieden wird. Schließlich wird er in Deutschland dringend gebraucht: in der Flüchtlingsberatung der IG Metall in Frankfurt, aber auch als Künstler und Mitglied von Zuflucht Kultur in den anstehenden weiteren ZAIDE-Aufführungen und, hoffentlich, im Staatstheater am Gärtnerplatz. Dort möchte ihn Intendant Josef E. Köpplinger ins Engagement bringen.

 

Franziska Hoellering-Schlagenhaufer hat sich beteiligt 50 €

Walther Schneeweiss hat sich beteiligt 50 €

Uwe Kläner hat sich beteiligt 300 €

joe bauer hat sich beteiligt 40 €

Boris Gruhl hat sich beteiligt 100 €

Monika Stara hat sich beteiligt 10 €

Angelika Pilz-Strasser hat sich beteiligt 100 €

Birgit Steffen hat sich beteiligt 20 €

birgit römer-wolf & tom wolf hat sich beteiligt 100 €

Elisabeth Schäuffele hat sich beteiligt 50 €

Goggo Gensch hat sich beteiligt 50 €

Jana Höhn hat sich beteiligt 120 €

Thomas Klingenmaier hat sich beteiligt 100 €

Ekaterina Keller hat sich beteiligt 50 €

Elisabeth Friedrichs hat sich beteiligt 250 €

Gesine Kerber hat sich beteiligt

Hilke Lorenz hat sich beteiligt

Uwe Horst Pfeifer hat sich beteiligt 50 €

Jana Rotter hat sich beteiligt

Dorothee Wolf hat sich beteiligt

Ute Brintzinger hat sich beteiligt

petra Wlecklik hat sich beteiligt

Sabine Illner hat sich beteiligt 50 €

Sabine Rudolf hat sich beteiligt 50 €

Am 21 März 2017
Marlies Hagel
Am 22 Februar 2017
Bernhard Roos
Alles Gute lieber Ahmad!
Am 16 Februar 2017
Frieder Reininghaus
Es ist m.E. vorbildlich, dass Sie diese Hilfsaktion für Pouya organisieren. Herzlichen Dank! Frieder Reininghaus, Österreichische Musikzeitschrift Wien
Am 13 Februar 2017
Dorothea Ronneburg
Viel Glück für Pouya und herzlicher Gruß von Dorothea Ronneburg