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Un poco del Chocó

Organisiert für Un poco del Chocó

Unterstützen Sie unsere Naturschutzarbeit im ecuadorianischen Chocó-Bergregenwald


Was ist der Chocó?

Der Chocó-Regenwald im Nordwesten Ecuadors gehört zu den 10 wichtigsten Biodiversitäts-Hotspot der Erde. Er ist gekennzeichnet durch einen erstaunlich hohen Artenreichtum und Endemismus; Schätzungen zufolge sind etwa ein Viertel der Pflanzenarten endemisch; in den Gebirgsregionen sind es sogar fast die Hälfte! Auf Ebene der höheren Tiere sind etwa 13% endemisch. Im Vergleich zu anderen Kontinentalregionen findet sich hier die höchste Konzentration an endemischen Vogelarten. Insbesondere die Gebirgsregionen zeichnen sich durch eine besonders hohe Vielfalt an Amphibien aus.

Zugleich ist der Chocó aber auch weltweit eine der am stärksten gefährdeten Ökoregionen. Im letzten Jahrhundert wurden mehr als 90% der Wälder in Westecuador abgeholzt. Wo früher artenreiche Wälder standen, findet man heute Plantagenwirtschaft. Und auch die letzten Stücke Wald sind stark bedroht; von legaler und illegaler Abholzung, Bananen- und Palmölplantagen, sowie Bergbauunternehmen.


Was ist Un poco del Chocó?

Im Jahre 2009, kauften die deutsche Diplombiologin Nicole Büttner und ihr ecuadorianischer Ehemann Wilo Vaca 15 Hektar Bergregenwald im Nordwesten Ecuadors und gründeten die Naturschutz-Initiative Un poco del Chocó in der Nähe des kleinen Dorfes Las Tolas. Die Idee für dieses Projekt hatten Nicole und Wilo schon seit 2005, aber zunächst verbrachten sie zwei Jahre in Deutschland, um sich dort das nötige Startkapital für ihr Projekt zu erarbeiten. Heute leben sie in ihrem Naturreservat. Nachdem sie zunächst ihr Wohnhaus fertig stellten, bauten sie eine biologische Feldstation auf, wo Biologie-Studenten und freiwillige Helfer untergebracht werden können. Nicole betreut biologische Praktika sowie kleinere Forschungsprojekte im Reservat und bietet Kurse für Biologie-Studenten an. Freiwillige Helfer unterstützen das Projekt und die Naturschutzarbeit tatkräftigt. Auch Naturliebhaber haben die Möglichkeit das Reservat zu besuchen und dessen Flora und Fauna zu erkunden.


Wie hilft Un poco del Chocó?

Eines der Hauptziele von Un poco del Chocó ist es, den verbleibenden Regenwald in der Umgebung des Naturreservates zu schützen. Daher leisten wir Umwelterziehungsarbeit, wirken in der regionalen Naturschutzarbeit mit und fördern nachhaltige Landnutzung. Zudem arbeiten wir mit lokalen Naturschutzinitiativen und ecuadorianischen Nicht-Regierungsorganisationen zusammen. Zudem versuchen sie die Einwohner von Las Tolas vom Ökotourismus als nachhaltige Einkommensquelle zu überzeugen.Ein Großteil unserer Arbeit ist ehrenamtliches Engagement. Teilweise finanzieren wir unsere Projekte aber auch über die Einkünfte der biologischen Station und des Ökotourismus im Naturreservat, sowie über Spendengelder.

Umwelterziehung

Ein Großteil des Landes in der Umgebung des Reservates gehört den Einwohnern des kleinen Dorfes Las Tolas. Diese Menschen sind relativ arm und nutzen das Land hauptsächlich zur Viehzucht für Milchproduktion oder aber holzen den verbleibenden Wald illegal ab und verkaufen das Holz. Da fast niemand wieder aufforstet wird auch bald der letzte Wald verschwunden sein und somit auch diese Einkommensquelle versiegen. Um den Naturschutz in der Region nachhaltig zu fördern, haben Nicole und Wilo ein Umwelterziehungsprojekt mit den Kindern und Jugendlichen aus Las Tolas ins Leben gerufen.

"Lebende Zäune" und Wiederaufforstung

Die Chocó-Region ist stark von zunehmender Habitatfragmentierung betroffen. Während illegale Abholzung und eine zunehmende landwirtschaftliche Nutzung Hauptursache für den Verlust an natürlichem Lebensraum sind, gibt es auch unzählige weitere Gründe für die Abholzung. Um die Zäune für ihre Viehweiden zu erneuern, holzen die regionalen Bauern immer wieder Bäume ab. Es gibt aber Alternativen: kleine Bäume, sogenannte lebende Zäune, können stattdessen genutzt werden. In Zusammenarbeit mit zwei Nachbarn ziehen wir diese Bäumchen groß und verteilen sie später an regionale Bauern.

Zudem haben wir eine kleine Baumschule angelegt, um Primärwaldbäume groß zu ziehen und regionale Wiederaufforstungsprojekte zu unterstützen.

Warum sollte ich Un poco del Chocó unterstützen?

Obwohl das Naturreservat mit seinen 15 Hektar eigentlich recht klein ist, ist der Beitrag zum Schutz des lokalen Lebensraumes sehr wichtig. Das Naturreservat bietet Lebensraum für einige bedrohte Tier- und Pflanzenarten, wie z.B. den seltenen und vom Aussterben bedrohte Bindengrundkuckuck. Dennoch ist das Reservat aber noch zu klein, um die gefärdeten Arten ausreichend zu schützen. Nicole und Wilo hoffen langfristig weiteren Wald in der Umgebung des Reservates schützen zu können.

Wofür wird meine Spende genutzt?

In den vergangenen Jahren haben wir Spendengelder beispielsweise dazu genutzt Materialien und Werkzeuge für den Bau und die Instandhaltung unserer Lehrpfade im Wald zu kaufen, um unsere Solarstromanlage zu erweiteren und um Umwelterziehungs-Workshops mit den Kindern und Jugendlichen aus Las Tolas zu finanzieren.

Mit Ihrer Spende helfen Sie Un poco del Chocó weiterhin wichtige Naturschutzarbeit im Nordwesten Ecuadors leisten zu können.

Wir sind sehr dankbar für jede (noch so kleine) Spende !!

Bitte unterstützen Sie das Projekt!

Organisiert von

Nicole Büttner