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Neustart ohne Oma

Organisiert für G. R.

Liebe Unbekannte, liebe Freunde, liebe Bekannte,

 

spontan und unerwartet ist Anfang Januar die Oma meiner Tochter (meine Mutter) verstorben. Sie war zwar sehr krank, jedoch kam der Tod jetzt sehr überraschend, vor allem für meine Tochter.

Meine Mutter hat meinen Vater zusammen mit mir bis zu seinem Tod im Jahr 2008 gepflegt und dafür sogar ihre Arbeitsstelle aufgegeben. 2009 wurde ich schwanger, 2010 kam meine Tochter auf die Welt - der Vater hat sich jedoch im 6. Schwangerschaftsmonat gegen sie entschieden, so dass ich wieder bei meiner Mutter gewohnt habe - mit meiner Tochter. Bis jetzt. Meine Mutter hat mir in all den Jahren jetzt den Rücken freigehalten um mich kommunalpolitisch und gesellschaftlich zu engagieren und die Interessen anderer Menschen zu vertreten (Schöffin am Jugendgericht, Beirat in einer JVA etc.), aber auch, damit ich arbeiten gehen kann.

 

Aufgrund einer einzigen Nachlässigkeit seitens meiner Mutter, musste ich nun die Erbschaft ausschlagen, stehe allerdings vor einem riesigen Berg an Fixkosten und habe kein Startkapital, da die Bestattung mit 4.300€ zu Buche schlägt, obwohl die mit einer Urnenreihengrabbestattung wirklich am unteren Minimum geplant wurde.

Ich arbeite mit 19h in der Woche und erhalte ein Nettogehalt zwischen 630 und 800€, konkret kann ich das aktuell noch nicht beziffern, da mein Vertrag erst zum Februar aufgestockt wird und ich die Abrechnung noch nicht kenne. Ersparnisse habe ich keine, da ich vergangenes Jahr mein Bafög in einer Summe zurückgezahlt habe und zusätzlich den KfW-Kredit mit monatlich 80€ tilgen muss.

 

Weiterhin habe ich mich unmittelbar in der Woche nach dem Tod meiner Mutter für einen weiteren Job beworben, den ich morgens vor meinem anderen Job erledigen kann, so dass unser monatliches Defizit ein wenig schrumpft. Das wären monatlich 120€, aber auch nur außerhalb der Schulferien.

Den geplanten und angezahlten Urlaub für Mai haben wir storniert, jedoch kein Geld zurückerhalten.

 

Da ich mich derzeit im Abschlusssemester befinde, stehen uns keinerlei Leistungen vom Jobcenter zu, dennoch habe ich nun beim Sozialamt Wohngeld beantragt, zwischen 64€ und 200€ könnten das monatlich werden, wenn der Antrag überhaupt bewilligt wird. 

 

Unsere monatlichen Fixkosten betragen Stand heute 1.200€, allerdings ohne Lebensmittel oder Kleidung eingerechnet zu haben. Die Einnahmen betragen zusammen mit Kindergeld und Unterhaltsvorschuss gerade etwas über 1.100€. Das monatliche Defizit beträgt 100€+x (Lebensmittel, Kleidung, Schulmaterial).

Quartalsweise (GEZ) oder jährliche Rechnungen (Hausrat, Haftpflicht), sind dabei auch noch nicht eingerechnet.

Wir wissen derzeit nicht wirklich wie es weitergehen soll und kann.

 

Die Miete ist mit 475€ (+244 Gas und Strom) verhältnismäßig günstig, dennoch hat der Vermieter angekündigt, dass zeitnah renoviert und modernisiert wird und die Miete von 5,50€/m2 auf 7,80€/m2 steigen soll. Unter den Umständen kann ich die Wohnung nicht mehr halten,  so dass wir uns bereits aktiv nach einer kleineren Wohnung umsehen.

 

Die Spendenkampagne starte ich, da ich in erster Linie bestehende Kosten für meine Tochter decken möchte, konkret sind das

12,90€ für ihre Monatsfahrkarte

70,00€ pro Schulhalbjahr für ihren MINT-Kurs an der Universität

86,00€ pro Schulhalbjahr für einen Kurs an der Musikschule

84,00€ Essensgeld pro Monat in der Schule, da wir aktuell keinerlei Ermäßigungen bekommen, da wir keine Sozialleistungen beziehen und auch noch nicht als Härtefall gelten.

 

nicht eingerechnet ist ein Sportverein, den sie künftig gerne besuchen wollte.

 

Für den Umzug in eine neue Wohnung benötigen wir zusätzlich Geld, da wir die Küche, aber auch ihr Bett und ihren Kleiderschrank nicht mehr mitnehmen können (alt und kaputt).

 

Alle Ausgaben aus diesem Crowdfunding werde ich transparent kommunizieren, je nachdem wo das Funding endet, würde ich etwaige Überschüsse gerne an @sorgeweniger von Twitter weiterreichen, damit anderen Menschen in meiner Situation ebenfalls geholfen werden kann. Sollte jemand das Geld wiederhaben wollen, so bin ich auch gerne bereit das zurück zu überweisen. Ich möchte mich in keinster Form bereichern, ich wünsche mir lediglich die Chance, meiner Tochter einen relativ weichen Neustart/Übergang in unser neues Leben ohne unser bisheriges Backup, meine Mutter - ihre Oma, zu ermöglichen.

Bis auf einen Onkel (74 Jahre alt mit einer an Alzheimer erkrankten Ehefrau) habe ich keinerlei weitere Verwandtschaft mehr, so dass wir nun bis auf den Freundeskreis völlig auf uns allein gestellt sind.

 

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Herzlichen Dank

Organisiert von

Gordana Kathrin Rammert