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Meine Eltern wollten meinen Bruder retten – und brauchen nun selbst Hilfe

Organisiert für Ida und Nikolai Kirsch

Am 30. August 2019 wird mein Bruder Alexander während eines Türkei-Urlaubs ins Krankenhaus eingeliefert und dort ins künstliche Koma versetzt. Die Diagnose trifft meine Familie und mich sehr schwer: akutes Leber- und Nierenversagen.

 

Alexander hat für diesen Urlaub eine Auslandsreiseversicherung über einen großen deutschen Automobilclub abgeschlossen. Wir verlassen uns darauf, dass er schnell zurück nach Deutschland gebracht wird. Einerseits, um dort medizinisch besser versorgt zu werden, andererseits, damit wir in seiner Nähe sein können.

 

Doch es vergehen ganze sieben nervenaufreibende Tage, bis uns von der Versicherung mitgeteilt wird, dass sie die Kosten für Krankenhaus und Rücktransport nicht übernehmen werden. Alexander war vor Reiseantritt chronisch krank gewesen und würde laut Versicherung somit die Versicherungsbedingungen nicht erfüllen. Ein Reisverbot wurde von seinem Arzt nicht ausgesprochen. Der nächste große Schock für unsere Familie.

 

Ab diesem Moment fühlt sich niemand mehr für ihn verantwortlich. Da er in einem privaten Krankenhaus in der Türkei untergebracht ist, kommt nicht einmal die gesetzliche Krankenversicherung für irgendwelche Kosten auf (Touristen werden gerne ohne vorherige Ankündigung in private Krankenhäuser gebracht. Da Alexander eine Auslandskrankenversicherung vorzeigen kann, wird er dort auch weiterbehandelt). Keine andere Behörde, kein Amt kann uns weiterhelfen, nicht einmal die deutsche Botschaft.

 

Zusätzlich fängt das Krankenhaus an, Druck auszuüben. Mit jedem Tag auf der Intensivstation fallen hohe Beträge an, die Alexander selber zu tragen hat. Sie wollen ihn so schnell wie möglich raus wissen. Da Alexander keine Rücklagen besitzt, sind nun unsere Eltern gefordert, für Krankenhaus und Rücktransport aufzukommen. Die Kosten setzen sich zusammen aus 2000 Euro pro Tag für das Krankenhaus, 23.000 Euro für Boden- und Flugambulanz in der Türkei und 400 Euro für den Krankenwagen vom Flughafen Nürnberg ins Klinikum. Das sind insgesamt 45.400 Euro.

 

Unsere Eltern haben all das bezahlt. Sie sind bereits im Rentenalter, müssen aber immer noch etwas dazu verdienen, um über die Runden zu kommen. Ihre Rente reicht dafür nicht aus. Sie haben jahrzehntelang sparsam gelebt, um im Alter trotz niedriger Rente finanziell unabhängig zu bleiben. All diese Ersparnisse sind nun weg.

Jegliche Krankentransporte und sogar ein Bett in einem deutschen Krankenhaus müssen wir ohne Hilfe von außen organisieren. Am 10. September 2019 (11 Tage nach seiner Einlieferung in das türkische Krankenhaus) können wir Alexander zurück nach Deutschland holen. In Nürnberg wird er von einem kompetenten Team aus Ärzten und Pflegern bestens medizinisch versorgt. Es gelingt ihnen, ihn aus dem Koma zurückzuholen und so weit zu stabilisieren, dass er sogar ein bisschen sprechen kann. Doch schon nach kurzer Zeit verschlechtert sich sein Zustand wieder. Am Ende kann ihn keine noch so fortschrittliche medizinische Maßnahme retten.

 

Alexander erliegt am 27. September seiner schweren Krankheit. Er wurde nur 44 Jahre alt. Seitdem steht die Welt für uns Kopf und wir können die Trauer nicht in Worte fassen. Meine Eltern wollten nichts mehr, als ihren geliebten Sohn zu retten. Das konnten sie nicht mehr. Zu ihrer Trauer kommt auch noch die Angst vor ihrer eigenen ungewissen Zukunft ohne jegliche Rücklagen.

 

Kein Geld der Welt bringt uns unseren Alex zurück. Aber mit eurer Hilfe möchte ich meine Eltern in dieser schweren Zeit zumindest die finanziellen Sorgen ein Stück weit abmildern.

Jeder gibt so viel er mag, jeder Euro hilft meinen Eltern. Hier auf dieser Seite könnt ihr auch anonym spenden. In jedem Fall danke ich euch von Herzen für eure Zeit und Hilfe.

 

Eure Kristina

 

Zusatz:

Wer über ein normales Bankkonto spenden möchte, findet hier die Daten:

Inhaber: Kristina Kirsch

IBAN: DE46 1203 0000 1019 5259 53

BIC: BYLADEM1001

Betreff: Familie Kirsch

Organisiert von

Kristina Kirsch