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Letzte Chance auf positives Asylverfahren

Organisiert für Mara Federmair

Liebe Freundinnen und Freunde, liebe Bekannte,

wie manche von euch bereits erfahren haben, haben die Brüder Farid* und Bilal* im April 2020 einen negativen Bescheid vom Bundesverwaltungsgericht erhalten, wodurch ihr Asylverfahren negativ entschieden wurde. Wir sind über diese Entscheidung schockiert und nehmen sie nicht so einfach hin.

Ich erzähle euch kurz über die Beiden:

Farid* und Bilal* sind vor vier Jahren aus Afghanistan, wo sie mit ihrer Familie gelebt haben, als Minderjährige nach Österreich geflüchtet.

Während die beiden Brüder in der Schule waren, hatten die Taliban ihre gesamte Familie (Mutter, Vater und minderjährige Geschwister) entführt und - wie erst im Nachhinein erfahren - ermordet. Am Heimweg wurden sie von einem Nachbarn davon abgehalten, nach Hause zu gehen. Sie lebten dann noch kurze Zeit versteckt in Afghanistan, jedoch wurde bald klar, dass die Situation für die beiden zu gefährlich wird. Da die Schwester der Brüder - das einzige verbliebene Familienmitglied - schon seit vielen Jahren in Österreich lebt, entschieden sie sich, auch hierher zu kommen.

Farid* und Bilal* beschäftigen sich sehr viel und auch kritisch mit Philosophie, Evolution, Geschichte und Religionen. Sie haben es trotz der traumatischen Erlebnisse in Afghanistan geschafft den Pflichtschulabschluss nachzuholen. Farid* besucht die HTL, Bilal* das Abendgymnasium, sie sprechen fließend Deutsch, haben einen großen Freundeskreis und beiden ist es ein großes Anliegen hier ein friedliches Leben zu leben, ihre sehr reflektierten Meinungen frei äußern zu dürfen, ihre Persönlichkeiten frei zu entfalten und vor allem ohne Gewalt und Angst zu leben.

Trotz gegebenen Flucht- und Asylgründen, hat das Bundesverwaltungsgericht eine negative Entscheidung erlassen und eine Abschiebung nach Afghanistan, in das Land, in welchem die Familie ermordert wurde, in welchem die beiden nicht sicher, frei, geschweige denn ein menschenwürdiges Leben leben können, für zulässig erklärt.

Die Entscheidung ist für uns äußerst fragwürdig. Daher ist es uns ein großes Anliegen, die beiden darin zu unterstützen, beim Verfassungsgerichtshof (VfGH) erneut eine Beschwerde einzureichen. Da beim VfGH Anwaltspflicht besteht, müssen die beiden für die Kosten der Anwältin aufkommen.

Wir wollen, dass die Asylgründe unserer Freunde Farid* und Bilal* akzeptiert werden und die beiden weiterhin in Österreich leben können - darin möchten wir sie unterstützen!

Wir freuen uns über jede Unterstützung eurer Seite und zählen auf eine solidarische Gemeinschaft!

Vielen Dank!

*die Namen wurden zum Schutz der beiden Brüder geändert

1.840 € von 2.000 € gesammelt

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Organisiert von

Mara Federmair
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