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Hilfe für Erdbebenopfer in Lombok

Organisiert für Menschen in Nord-Lombok

Liebe Freunde, Familie und Bekannte,

viele von Euch wissen, dass wir unsere Flitterwochen 2.0 vom 05. - 26.11.2018 im Norden von Lombok verbracht haben. Eine wunderschöne Insel in Indonesien, ca. 200km von Bali entfernt, mit gewaltigen Stränden und einer mehr oder weniger unberührten Natur. Die Menschen sind äusserst freundlich, winken Dir zu wenn Du als Tourist vorbeigehst und helfen Dir, wann immer Du Hilfe brauchst. Gerne reden sie auch einfach mit Dir, sofern Du Dir Zeit nimmst.

Viele von Euch haben sicherlich von den schweren Erdbeben im Juli/August 2018 in Lombok gehört. Auch wir! 

Doch nun, als wir da waren, zeigte sich uns ein Bild des Schreckens. Ganze Dörfer sind wie Kartenhäuser zusammengebrochen, die Moscheen, die Schulen, die Häuser der Familien, die Schiffe auf den Meeren, mit welchen die Männer zum Fischen fuhren um ihre Familie zu ernähren, alles weg, zertrümmert, zerschlagen, die Bevölkerung im Norden von Lombok steht vor dem nichts.



Wir haben während unserer Ferien oft mit Menschen in den Slums geredet, die meisten können kein Englisch, einige konnten zumindest lesen und schreiben in ihrer Landessprache, Google Translator hat uns in der Konversation tatkräftig unterstützt ;) und tut dies auch heute noch. Sie erzählten uns dass sie jetzt warten, bis sie irgendwann Hilfe erhalten würden. Wann, von wem, ob und in welcher Form, wissen sie nicht. Sie warten halt einfach.

Einige sind mit dem Wiederaufbau eines Provisoriums zum Schlafen oder Beten beschäftigt, andere räumen Schutt weg. Bezahlte Arbeit hat kaum irgendwer, da die Hotels im Norden zerstört wurden, die Touristen bleiben aus.



Nun schlafen sie in Zelten, die von Hilfsorganisationen und der Regierung zur Verfügung gestellt wurden. In den Zelten gibt es keinerlei sanitäre Einrichtungen, geschweige denn fliessend Wasser. Das Geld für den Wiederaufbau fehlt an so vielen Orten, besonders in den Slums. Es scheint, als ob die dort schon in ärmlichen Verhältnissen Lebenden, in Vergessenheit geraten würden. Den meisten Menschen fehlt es an Lebensmitteln wie auch Hygieneartikeln. Jene, die sich noch Lebensmittel leisten können, ernähren sich von Fisch und Reis. Jeden Tag, zum Frühstück, Mittag- und Abendessen.

Zu den derzeit traurigen Lebensumständen kommt die ständige Angst, dass die Welt wieder zu beben beginnt, die Menschen, allen voran die Kinder, sind traumatisiert. Viele Menschen mussten sterben, wurden bei lebendigem Leib von den Trümmern begraben. 

In den Schulen, welche nicht zerstört wurden, kann trotzdem kein Unterricht stattfinden, die gesamten Materialien sind zerstört oder bereits aufgebraucht. Erste Priorität haben Lebensmittel.

Die Bevölkerung wirkt verängstigt, aber dennoch zuversichtlich. Trotz allem lachen sie, freuen sich, wenn wir sie besuchen. Sie bedanken sich, dass wir in Lombok Urlaub machen.

Bevor wir wieder nach Österreich geflogen sind, haben wir in einem Supermarkt einen Grosseinkauf gemacht, Lebensmittel, Windeln, Hygieneartikel, für die Kinder was Süsses. Es war ein unvergessliches Erlebnis, in dieses eine Dorf zu fahren und die Menschen zu beschenken. Um sich bei uns zu bedanken, haben sie uns zum Essen eingeladen. Sie sind sehr dankbar. Sie zeigten uns, dass sie unsere Hilfe brauchen!



Allein können sie es nicht schaffen. Jetzt ist Regenzeit. Sie schlafen nach wie vor in Zelten. Ausreichende Körper- Hygiene kann nicht sichergestellt werden. Was das in der Konsequenz heisst, wissen wir alle. Krankheitserreger haben die besten Voraussetzungen, sich zu vermehren und zu verbreiten.



Durch das Erlebnis Lombok 2018 ist mir klar geworden, dass ich meine Augen nicht länger verschliessen möchte vor dem Notstand, der auf dieser Welt herrscht. Mir ist einmal mehr bewusst geworden, wie gut es uns geht. Ich möchte helfen, helft Ihr mit?

Mir ist klar dass ich die Welt nicht retten kann, aber vielleicht können wir sie gemeinsam ein kleines Stückchen besser machen?

Ich kann Euch allen, die Ihr mich unterstützt in diesem Projekt, versprechen, dass jeder Franken / Euro zweckmässig und seriös eingesetzt wird. Es ist im Plan, dass mein Mann und ich wieder nach Lombok fliegen, um das gesammelte Geld persönlich zu überbringen und dafür Sorge zu tragen, dass es, wie bereits beschrieben, sinnvoll eingesetzt wird.

Im ersten Schritt ist mein Ziel Geld zu sammeln, damit die Bevölkerung in Nipah Materialien kaufen kann, um ihre Häuser wiederaufzubauen. Die Männer müssen ihre Schiffe reparieren, die Frauen brauchen Kochstationen um für die Familien und Nachbarn zu kochen, um essen zu verkaufen, ihre Existenz zu sichern. In weiteren Schritten wünsche ich mir auch ausserhalb dieses Dorfes helfen zu können.

Wohin mein Projekt führen wird kann ich heute noch nicht sagen, aber ich informiere Euch sehr gerne, wie, wo und wofür das gesammelte Geld investiert wurde. Allenfalls werde ich eine gemeinnützige Organisation gründen, diese Abklärungen sind am laufen. Aktuell arbeite ich über Leetchi, sie bieten diese Plattform, auf der Ihr diesen Bericht lest, zu folgenden Konditionen an:

4% Gebühr unter 2.000€

2.9% Gebühr ab 2.000€

1.9% Gebühr 200 000€

 

Priorität für mein Zukunfts-Projekt haben Kinderheime, Krankenstationen, Schulen in Indonesien. Dass es genügend zu tun/helfen gibt zeigt uns die untenstehende Auflistung der Vergangenen 6 Monate:

  • Erdbeben auf Lombok im Juli/August 2018
  • Insel Sulawesi wurde im Oktober 2018 von Erdbeben und einem Tsunami heimgesucht
  • Dezember 2018 durch die Eruption des Vulkans Anak Krakatau wurde ein weiterer Tsunami ausgelöst. Die Angst vor weiteren Ausbrüchen hält an, wie es den Medien zu entnehmen ist.

 

An vielen Orten in diesem Land wird der Bevölkerung das Zuhause genommen, viele sterben, viele Kinder haben keine Eltern mehr, viele Frauen warten vergeblich auf ihre Männer.



Ich habe Kontakte mit einigen Bewohnern von Nipah, ebenso ist in Arbeit, mit dem Iman und dem Dorfchef des Dorfes Nipah in Kontakt zu treten. Sie kennen Ihre Kultur und wissen besser, was jetzt wirklich wichtig ist und wer am dringendsten Hilfe braucht.

Ebenfalls bereit erklärt zu helfen hat sich der General-Manager unseres Hotels in Senggigi. Er hilft mir in der Übersetzung Englisch-Indonesisch sowie der Bedarfsabklärung und der Priorisierung, was mit den Spendengeldern als Erstes zu tun ist.

Viele in Indonesien und auch im Dorf Nipah haben ein Handy mit Internet. Für uns wirkt das zuerst befremdend, denn wenn wir nichts zu essen hätten, würden wir doch das Handy verkaufen oder könnten erst gar keines kaufen. Für sie ist es jedoch die Möglichkeit, mit ihren Familien und Angehörigen, welche im ganzen Land verteilt sind, in Kontakt zu bleiben. Zudem kostet das Internet in Indonesien fast nichts, 12 GB für 1.50Euro, Touristenpreis.

Auch ist es mir nun möglich, mit den Menschen dort in Kontakt zu bleiben oder zu treten. Mit den Familien aus Nipah schreibe ich regelmässig. Sie senden mir Fotos, Videos und natürlich auch Hilferufe: «Madam, die Erde bebt wieder, wir haben Angst».

 

Wenn Du möchtest, kannst Du Dir ein besserer Bild der Situation vom Norden in Lombok machen, indem Du Dir die Videos ansiehst:

https://www.youtube.com/channel/UC5WMpA_JQOENElmXrWukFEg

 

Herzliche Neu-Jahrsgrüsse, auf eine ein klein wenig bessere Welt im 2019.

Ich danke Dir herzlich, dass Du meine Zeilen gelesen hast und hoffe, dass die Geschichte Dich berühren konnte und die Bilder Dein Herz erreicht haben.

Wenn Du Fragen hast, so scheue Dich nicht, mich zu kontaktieren, ich beantworte gerne all Deine Fragen sofern ich kann.

Rita Juri

 

 

Mit nur einem Klick kannst Du Dich beteiligen.

  • Gib soviel Du möchtest. Was für uns wenig scheint, ist für sie  schon viel.
  • Alle Bezahlungen sind sicher mit SofortÜberweisung, VISA, Mastercard oder Giropay.
  • Wenn es Dir nicht wohl ist Deine Kreditkartendaten im Internet bekannt zu geben, dann kontaktiere mich, Du kannst auch an mich überweisen. Ich werde Deinen Anteil in den Spendenpott übertragen.

Herzlichen Dank

680 € gesammelt

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Organisiert von

Rita Juri
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