Chabalisa -ein Zuhause für Kinder mit Behinderung

Organisiert für Katharina Heide

Hallo ihr Lieben,

 

wir freuen uns, dass ihr den Weg auf unsere Spendenseite gefunden habt. Seit einigen Wochen arbeiten wir intensiv an der Fertigstellung eines Gebäudes, das bald ein liebevolles Zuhause für körperlich und geistig erkrankte Kinder werden soll. Das Gebäude ist nur eine Komponente eines großen Zentrums, das derzeit in dem kleinen Dorf Chabalisa entsteht. Das Zentrum befindet sich auf dem Gelände der Ordensschwestern "unlimited love sisters", die nach Abschluss der Bauarbeiten für das seelische und leibliche Wohl der Kinder sorgen werden.

Wir konnten bereits genug Spenden sammeln, um den Innenausbau des Hauses zu finanzieren. Jetzt sind wir auf der Suche nach Unterstützern, die uns bei der Finanzierung der Innenausstattung helfen.

 

Gebraucht werden:

 

  • 15 Etagenbetten für die Kinder (je 100 Euro)
  •   5 Einzelbetten für die Ordensschwestern (je 50 Euro)
  •   2 große Kleiderschränke für die Kinder (je 100 Euro)
  •   2 große Kleiderschränke für die Schwestern (je 100 Euro)

 

Die Holzmöbel werden von Zimmermännern aus der unmittelbaren Umgebung angefertigt und fördern somit zudem die lokale Wirtschaft.

 

Wir bedanken uns bereits im Voraus bei allen Spendern und lassen euch durch unsere Berichte an den Fortschritten rund ums Projekt teilhaben.

 

Bilder und weitere Informationen findet ihr zudem auf meinem Blog:

http://kathi-in-tansania.de

 

 

 

Etagenbett für die Kinder

100€

Der Preis beinhaltet bereits die zwei benötigten Matratzen


2.150 €

von 2.150 € gesammelt
100%

6 Tage verbleiben

24 Beteiligungen

  • visa
  • mastercard
  • giropay
  • sofort

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Neuigkeiten

Katharina Heide schrieb am 30 Januar 2018:

Felix und ich bedanken uns von ganzem Herzen bei allen Spendern, die uns bei der Finanzierung der Möbel unterstützt haben. Es ist unglaublich, dass wir gemeinsam 2.150 Euro sammeln konnten, um den Kindern ein wunderschönes Zuhause zu gestalten. 1000 Dankheartheartheart

Katharina Heide schrieb am 30 Januar 2018:

Bestellung und Lieferung der ersten Betten

Wir melden uns zurück von der Baustelle und können euch von enormen Fortschritten berichten: Fangen wir mal bei der Zwischendecke an: Alle Zwischendeckenplatten sind angebracht  und vergipst worden, sowie in allen Räumen mit den Zierleisten versehen. Außerdem konnte in der letzten Arbeitswoche bereits ein Großteil der  Zimmerdecken weiß gestrichen werden, in der aktuellen Arbeitswoche werden die Malerarbeiten an den restlichen Zimmerdecken fertigstellt, sodass die Lampen und Rauchmelder aus Deutschland in der kommenden Arbeitswoche installiert werden können. In den Zimmern, in denen bereits die Arbeiten an den Zimmerdecken abgeschlossen sind, konnten die Handwerker schon mit dem Fliesenverlegen beginnen. Die Lieferung der Fliesen aus Dar es Salaam hat doch länger auf sich warten lassen als zuvor gedacht. Dennoch sind am 16.01.2018 unsere Fliesen nahezu unversehrt auf der Baustelle eingetroffen. Zum Glück hat die verspätete Lieferung der Fliesen den restlichen Baubetrieb nicht verzögert -im Gegenteil  sie kamen eigentlich genau zum richtigen Zeitpunkt in Chabalisa an. Zum Fliesenverlegen haben wir drei zusätzliche Handwerker angestellt, die mit dieser Arbeit gut vertraut sind. Da die Fliesen hier nicht zur üblichen Innenausstattung eines Hauses zählen, war es schwierig, Handwerker zu finden, die das Fliesenverlegen präzise genug ausführen können. In der letzten Arbeitswoche konnten bereits vier Kinderzimmer sowie der Flur zwischen diesen Räumlichkeiten mit den entsprechenden Bodenfliesen als auch mit der Fliesen-Bordüre, die als unterer Wandabschluss dient, ausgestattet werden. Somit fehlt in diesen Zimmern lediglich nur noch der Wandanstrich, bevor nach einer Grundreinigung die Möbel an ihren Platz gestellt werden können. Die ersten vier gezimmerten Hochbetten sind bereits am 27.01.2018 auf der Baustelle angekommen und die nächsten vier Stockbetten sind auch schon in Auftrag gegeben.

Auch alle Glasscheiben für die Fenster-und Türrahmen sind angefertigt und fast vollständig eingesetzt worden. Es müssen lediglich nur noch die sechs kleinen Fenster im Sanitärbereich mit den entsprechenden Glasscheiben ausgestattet werden. Wir müssen gestehen, dass uns die Metallfensterrahmen, die von lokalen Handwerkern angefertigt wurden, die meisten Nerven gekostet haben. Da die Rahmen nicht sauber ausgemessen und demnach nicht akkurat genug erstellt wurden, mussten die Handwerker diverse Male mit dem Stromaggregat und dem Schweißgerät auf die Baustelle kommen, um zahlreiche Ausbesserungsarbeiten vorzunehmen. In diesem Hinblick vermissen wir doch ein wenig die deutsche Genauigkeit. In der letzten Arbeitswoche haben wir zudem Flacheisen für die Fenster anfertigen lassen, die zur Montage der Moskitonetze an den Fensterrahmen zusätzlich erforderlich sind. So ist der Austausch im Fall einer Beschädigung der Moskitonetze problemlos möglich.

In der vergangenen Arbeitswoche konnten wir auch die Installationsarbeiten für das Zu-und Abwasser im Gebäude abschließen. Da hier kaum hochwertiges Werkzeug als auch Materialien für die Sanitärinstallation zu finden sind, waren wir sehr froh auf Arbeitsequipment und Materialien zurückgreifen zu können, welche Babu bereits vor Jahren mit den Containern nach Tansania verschifft hatte. Die Sanitäreinrichtung haben wir vor zwei Wochen in Bukoba erworben und auf die Baustelle transportiert.

Im Hinblick auf die Stromversorgung gab es Probleme, die den ganzen Prozess deutlich verzögert haben. Jetzt sind jedoch alle Schwierigkeiten überwunden und unser Elektriker Felix sorgt in der aktuellen Arbeitswoche dafür, dass unser Haus endlich an das öffentliche Stromnetz angeschlossen wird. Die letzten vier Zimmertüren als auch alle Holzrahmen für die Glassegmente im oberen Bereich aller Türrahmen werden aktuell von unseren Zimmermännern Silaus und Octavian angefertigt. 

Katharina Heide schrieb am 31 Dezember 2017:

Das große Fest

Mit großen Schritten geht es voran und man erkennt deutlich die Fortschritte auf der Baustelle. Während die bisherigen Arbeiten meist nur im Gebäudeinneren ersichtlich waren, hat sich in den letzten drei Arbeitswochen vor Weihnachten auch die Außenfassade optisch verändert. Alle Fenstermetallrahmen sind mittlerweile eingebaut und einwandfrei von innen und außen verputzt. Auch die Terrassentür im Schwesterntrakt ist eingebaut und beidseitig sauber verputzt worden. Der Vorraum zum Sanitärbereich war bislang nach außen hin offen und der Durchgang wurde als zusätzlicher Zugang zur Baustelle genutzt. Vor Weihnachten haben die Handwerker dort eine 80 cm hohe Mauerwerkswand errichtet. Der Bereich zwischen dem erstellten Mauerwerk und dem Rundbogen darüber wird in der nächsten Woche durch ein großes Fenster verschlossen, das zukünftig für viel Helligkeit sorgen wird. Innerhalb einer Arbeitswoche konnten die Elektroinstallationsarbeiten im und ums Haus abgeschlossen werden. Diese Arbeiten beinhalteten neben der Verkabelung auch das Aufklopfen und Wiederverschließen der Kabelschächte. Unser Elektriker Felix aus Kayanga kümmert sich derzeit darum, dass das Haus an das öffentliche Stromnetz angeschlossen wird. Aufgrund der Feiertage ist dies aber erst im neuen Jahr möglich. Derzeit werden geeignete Bäume gesucht deren Stämme als Strommasten fungieren sollen. Für die große optische Veränderung verantwortlich war besonders das Anbringen der Zwischendeckenplatten, die nun bereits in vielen Räumen vorhanden sind. Anfangs taten sich die Zimmerer im Umgang mit dem Akkuschrauber etwas schwer, aber mit fortschreitender Arbeit haben sie sich an das neumodische Werkzeug gewöhnt. 

Leider mussten wir in einem Kinderzimmer den vor Jahren verlegten Estrich komplett entfernen. Das Rissbild war so stark ausgeprägt, dass das Fliesenverlegen nicht problemlos möglich gewesen wäre. Zum Glück ist die Beschaffenheit des alten Estrichs in den anderen vier Kinderschlafräumen akzeptabel für die weiteren Arbeitsschritte.

Ein weiterer großer Erfolg stellte für uns das Bestellen aller Fliesen dar. Aufgrund der sehr begrenzten Auswahl in Omurushaka und Kayanga hatten wir uns zuvor dazu entschlossen, die Fliesen in Dar es Salaam zu bestellen. Am Freitag müsste uns die Lieferung vom anderen Ende Tansanias erreicht haben. Nächste Woche werden wir zu dem Bauhändler, der mittlerweile ein Freund geworden ist, fahren und überprüfen, ob die Bestellung vollständig und heile angekommen ist. Durch den guten Kontakt zu dem Händler entstanden für den Transport auch keine Mehrkosten. Obwohl es in Tansania üblich ist, keinen zusätzlichen Bodenbelag auf dem Estrich zu verlegen, haben wir uns für Fliesen im gesamten Gebäude entschieden. Neben der Ästhetik hat das auch entscheidende Vorteile hinsichtlich der Sauberkeit. Leider müssen wir den Bau des Regentanks auf Februar verschieben, weil bis dato noch nicht alle Erdarbeiten abgeschlossen sind. Das liegt vor allem daran, dass wir den Erdaushub im gleichen Arbeitsschritt hinter dem Haus für das Anlegen einer Terrasse aufschütten und sorgfältig verdichten. Für die Erdarbeiten stehen zudem auch nur Schaufeln, Spitzhaken und ein Stampfer zum Verdichten und meist nur eine einzige Schubkarre zur Verfügung. Da bereits viele der notwendigen Baumaterialien für die Konstruktion des Wassertanks geliefert wurden, kann nach Abschluss der Erdarbeiten auch zügig mit dem Betonieren begonnen werden.  In den letzten Arbeitswochen wurden auch alle fehlenden Türrahmen gezimmert und auch eingebaut. Die drei fehlenden Holztüren für die Kinderzimmer sind auch fertiggestellt und auf der Baustelle angekommen.  Jetzt müssen nur noch vier Zimmertüren für den Schwesterntrakt gezimmert werden. Die Zimmertüren werden  jedoch erst zu einem späteren Zeitpunkt eingesetzt, um die Baustelle offen zu halten und die Türen nicht durch andere Arbeiten zu beschädigen.

Als Dankeschön für die gute Zusammenarbeit hatten wir für die Handwerker Weihnachtsgeschenke vorbereitet. Jeder erhielt ein paar Arbeitshandschuhe, eine kleine Tafel fair gehandelte Schokolade und 20.000 TZS Weihnachtsgeld. Das Jahr wurde zudem am 29.12. gemeinsam mit einem großen Fest beendet, zu dem etwa 400 Leute gekommen waren. Im Fokus stand neben der Segnung der beiden Häuser durch Bischof Almachius, besonders das Kennenlernen der Familien mit geistig und körperlich erkrankten Kindern. Speziell für sie wollten wir den Tag besonders gestalten, da viele Eltern mit ihren erkrankten Kindern nur selten das Haus verlassen. Mithilfe von zahlreichen Schwestern, die ebenfalls viel Herzblut in die Vorbereitung und Ausführung das Fest legten, konnten wir eine wunderschöne und herzerwärmende Feier veranstalten, die allen noch lange im Gedächtnis bleiben wird. Neben einem ausgiebigen Mittagessen, für das wir unter anderem 25 kg Rindfleisch, 3 Hühner, 2 Ziegen, 25 Fische, 50 kg Reis und 100 kg Kartoffeln sowie zahlreiches Gemüse und viele Getränke gekauft hatten, gaben es noch viele andere schöne Programmpunkte.  Wir hoffen von ganzem Herzen, dass wir den Familien durch den Tag mehr Zuversicht schenken konnten, da sie nun das Projekt, die Schwestern und uns kennenlernen konnten. Der Tag hat uns definitiv noch mal gezeigt, wie gesegnet wir sind, solch eine tolle Arbeit ausführen zu dürfen und mich persönlich hat er zu einem der glücklichsten Menschen gemacht, da ich hautnah erleben durfte, wie sehr die Leute sich auf Hilfe freuen, da es sonst keine Unterstützung gibt. Bis vor kurzem war es hier auch nicht unüblich, dass erkrankte Kinder umgebracht wurden, da sie und ihre Krankheit als böses Omen angesehen wurden, welches nur Unheil über die Familie bringt. Zu dem Fest waren ebenfalls all unsere Handwerker mit ihren Familien eingeladen, da diese einen großen Anteil am Erfolg des Projektes haben. Auch ein tansanischer Radiosender war den ganzen Tag live vor Ort, um von unserem Projekt zu berichten.

Katharina Heide schrieb am 5 Dezember 2017:

Neues aus Chabalisa

Hinter uns liegt eine ereignisreiche Arbeitswoche (27.11 – 01.12) in Chabalisa, in der wieder viele Aufgaben erfolgreich umgesetzt und bewältigt werden konnten. Dazu war es zuvor enorm wichtig drei neue Handwerker (Joseph, Robert und Alex) einzustellen, sodass wir nun voller Stolz verkünden können, dass unser Team fortan aus zehn Arbeitern aus der direkten Umgebung besteht. Die Holzlattung für die Zwischendecke für das gesamte Gebäude konnte auch in der letzten Arbeitswoche (27.11 – 01.12) fertiggestellt werden. Notwendig für die Fertigstellung war die Lieferung neuer Baumaterialien, die am Mittwoch (22.11) auf der Baustelle eingetroffen war. Für die Lattung hatten wir in Kayanga neue Holzbalken bestellt. Die Beschaffenheit war dabei besonders relevant, um das Risiko eines zukünftigen Befalls von Schädlingen zu minimieren. Gemeinsam mit den Balken wurden auch die Zwischendeckenplatten als auch die Zierleisten aus Gips angeliefert. Die Zwischendeckenplatten können jedoch erst angebracht werden, sobald die Arbeiten für die Elektrik abgeschlossen sind, da die Verkabelung oberhalb der Zwischendecke verlaufen soll. Die Gefahr, dass die Platten aufgrund der Elektroinstallationsarbeiten brechen, wäre zu groß. Um die Kabel für die Lichtschalter und Steckdosen sauber zu verlegen, wurde letzte Woche bereits an entsprechenden Stellen der Putz aufgeklopft. Der Elektriker ist am Sonntag (03.12) extra nach Mwanza, eine Großstadt, die eine Tagesreise entfernt liegt, gereist, um hochwertigen Elektromaterial zu erwerben. Dies ist vor allem von Bedeutung, um das Risiko eines Kabelbrandes zu reduzieren. Im Brandfall sollen jedoch auch Rauchmelder, die Anfang Januar den Weg aus Deutschland auf die Baustelle finden, die zukünftigen Bewohner warnen.

In der Arbeitswoche zuvor (20.11 – 24.11) haben die Maurer auch die Feuerschutzwand fertiggestellt, die den hinteren, sich im Rohbau befindenden Gebäudeteil von dem vorderen, zukünftig genutzten Trakt komplett abtrennt. Durch die Wand wird nicht nur die Ausbreitung eines Schadenfeuers eingedämmt, sondern auch verhindert, dass die Fledermäuse, die im hinteren Gebäudeteil nisten, in den vorderen Gebäudetrakt gelangen. Die Mauerarbeiten in der Höhe erforderten besonderes Geschick, da alle Mauersteine einzeln nach oben geworfen und dort aufgefangen werden mussten. Der Mörtel wurde zudem in Eimern an einem Seil nach oben gezogen. Nach Fertigstellung der Feuerschutzwand hatten die Maurer in der Arbeitswoche (20.11 – 24.11) auch zwei neue Metallfenstergestelle eingemauert und sauber verputzt und anschließend mit dem Auftragen eines Oberputzes in sämtlichen Räumen begonnen. Derzeit verfügen alle fünf Kinderschlafräume über eingemauerte und fertig verputzte Metallfensterrahmen, drei von ihnen wurden auch schon gesäubert, lackiert und mit Glas versehen. Das Fensterglas sowie weiteres Equipment für diesen Arbeitsschritt mussten wir auch in Kayanga bestellen, nachdem die Einzelmaße für die Glasscheiben bekannt waren. In der letzten Arbeitswoche (27.11 – 01.12) konnten wir weitere fünf große Metallfenstergestelle für die Schwesternwohnung sowie acht kleine Metallfensterrahmen für den Sanitärbereich und die zwei Badezimmer im Schwesterntrakt in Auftrag geben. Es wurden bereits vier große und vier kleine Fenstergestelle geliefert, die auch schon teilweise eingemauert wurden. Nachdem die Arbeiten an der Holzlattung für die Zwischendecke im gesamten Gebäude abgeschlossen waren, haben sich die beiden Zimmermänner dem Einbau von bereits gezimmerten Türen, die zuvor mit den notwendigen Schlössern und Griffen ausgestattet wurden, gewidmet. Es war gar nicht so leicht, qualitativ hochwertige Türschlösser und –klinken zu finden. Letztendlich haben wir uns für importierte Türschlösser und –klinken aus Italien entschieden, was zur Folge hatte, dass diese teurer waren als die gezimmerte Tür selbst. Babu hatte einige Tage zuvor schlechte Erfahrungen mit wesentlich günstigeren aber auch qualitativ schlechteren Einbauschlössern und Türgriffen gemacht.

Zudem konnte letzte Woche mit einem weiteren Teilprojekt begonnen werden. Wie bereits mehrfach erwähnt, soll das Gebäude mit zwei Wassertanks zum Auffangen des Regenwassers über die Dachflächen ausgestattet werden. Es wurde nun damit begonnen das Areal für den ersten Regentank vorzubereiten, der rund 34000 Liter fassen wird. Im ersten Schritt wurde der Bereich von Gestrüpp und großen Stauden befreit, im Weiteren haben die Arbeiter die ersten Kubikmeter Erde abgetragen. Der Tank wird eine Höhe von über 3,0 Metern und einen Durchmesser von rund 4,40 Metern aufweisen.

Katharina Heide schrieb am 20 November 2017:

Fortschritte auf der Baustelle

 

Seit wir vor drei Wochen mit den Bauarbeiten am und im Haus begonnen haben, hat sich schon viel getan. Die Flächen um das Haus herum haben wir von Gestrüpp, Müll und Bauschutt befreit. Dieser Arbeitsschritt war enorm wichtig um nachfolgende Arbeiten wie das Verputzen der Außenfassade oder das Einsetzen von Fenstern mühelos durchführen zu können. Aufgrund der starken Regenfälle erwies es sich zudem als äußerst sinnvoll, einen ordentlichen Aufgang ins Gebäude als auch einen Zugang zur Baustelle anzulegen. Als Rampe dienen nun drei Betonelemente, die zuvor zu diesem Zweck angefertigt wurden. Die heftigen Regengüsse sind zum einen enorm wichtig für den Obst- und Gemüsegarten auf dem Gelände, führen zum anderen jedoch dazu, dass der Boden ziemlich matschig und rutschig ist. Um dem entgegenzuwirken, haben wir den Weg zum Gebäude mit den Steinchen ausgelegt, die wir aus dem Sand zuvor ausgesiebt haben. Das Sieben stellt eine anstrengende und schweißtreibende Arbeit dar, weil zwischen den Regenfällen die tansanische Sonne ziemlich stark scheint. Sonnencreme und Kopfbedeckung zählen daher zu unseren wichtigsten Ausrüstungsgegenständen. Parallel zu den Aufräumarbeiten um das Haus waren im Inneren Zimmermänner und Maurer mit dem Innenausbau beschäftigt. Werkzeug und Material dafür waren zum Großteil bereits vor Ort vorhanden, denn Babu John hatte bereits für die Fertigstellung des Haupthauses die notwendigen Baustoffe und Werkzeuge in Containern gelagert. Alle weiteren Materialien, wie Deckenplatten, Gips, Bordürren oder Glas für die Fester haben wir am Wochenende bei Händlern in Omurushaka und Kayanga gekauft.  Während die Zimmerer seit Baubeginn mit der Lattung für die Zwischendecke beschäftigt sind, haben die Maurer bislang vielfältige Arbeiten ausgeführt. Bisher wurden die bereits vorhandenen Türrahmen ordentlich eingebaut, die drei existierenden Fenster von außen verputzt, sowie nicht verputze, als auch zuvor unsauber gearbeitete Mauerwände fertigstellt und ausgebessert. Derzeit sind die Maurer mit dem Hochziehen einer „Feuerschutzwand“ beschäftigt. Diese soll den hinteren, sich noch im Rohbau befindenden Gebäudeteil komplett von dem vorderen Teil, den wir derzeit fertigstellen, abgrenzen. Da unsere finanziellen Mittel als auch unsere Zeit hier in Tansania begrenzt sind, stellen wir vorerst nur den vorderen Gebäudeteil fertig. Hier sollen im Februar schon die Kinder einziehen. Alle angestellten Arbeiter stammen aus der unmittelbaren Umgebung. Gearbeitet wird fünf Tage die Woche von 7:00 -17:00 Uhr. Wir versuchen ebenfalls viele Arbeiten an lokale Handwerker aus Chabalisa zu vergeben, um die Leute in dem Dorf zu unterstützen. So werden zum Beispiel die Metallrahmen aller Fenster in Chabalisa angefertigt. Die Holztürrahmen als auch die Türen selbst werden von unseren Zimmermännern angefertigt, sobald diese die Lattung für die Zwischendecke im gesamten Gebäude angebracht haben. Der Mangel an Arbeitsplätzen in dieser Region wird uns jeden Morgen deutlich, wenn wir eine Reihe von Männern nach Hause schicken müssen, die in Hoffnung auf Arbeit schon früh den Weg zu unsrer Baustelle gesucht haben.

In den kommenden Tagen müssen wir uns dringend um einen guten Elektriker kümmern. Wir sehen vor, dafür den Handwerker anzustellen, der bereits für die Elektrik am Kirchengelände in Kayanga verantwortlich war. Wir freuen uns sehr, dass Pater Hans uns ziemlich spontan einen Akkuschrauber aus Österreich mitgebracht hat. Mit diesem können wir die Deckenplatten nächste Woche an der Lattung anbringen. Unsere Bemühungen einen Akkuschrauber in Bukoba, der nächstgrößeren Stadt, die zwei Autofahrtstunden entfernt liegt, zu besorgen, blieben erfolglos. Am Donnerstagmorgen werden die restlichen Baumaterialien, die wir am Wochenende erworben haben und die nicht in das private Auto von Babu John gepasst haben, mit einem Lkw auf die Baustelle transportiert. Wir hoffen es läuft alles nach Plan. Über alle weiteren Fortschritte der nächsten Wochen halte ich euch natürlich auf dem Laufenden.

Katharina Heide schrieb am 20 November 2017:

WIE ALLES BEGANN

Seit einigen Jahren ist der Österreicher Johann Eiber, der hier liebevoll Babu John genannt wird, in der Region rund um Kayanga aktiv und für seine Bauprojekte, vor allem im Hinblick auf den Bereich Hydrologie, bekannt. Im Jahr 2013 hat er mit der Umsetzung eines weiteren Bauvorhabens begonnen und steckt seither seine ganze Zeit und Energie in die Projektrealisierung. Es handelt sich dabei um das Zentrum für körperlich und geistig erkrankte als auch traumatisierte Kinder jeglichen Alters. Die untere Etage des Hauptgebäudes ist fast fertig und die ersten Kinder können hoffentlich Ende Dezember einziehen. Zudem gibt es bereits einen gegrabenen Brunnen auf dem Gelände. Das Wasser wird derzeit zwar noch durch Muskelkraft mithilfe einer Kurbel und einem Eimer nach oben befördert, aber eine Solarpumpe soll Ende November installiert werden. Es gibt außerdem eine Drei-Kammer-Klärgrube, durch die ein ausreichendes Abwassermanagement gewährleistet ist. 2013 hat Babu John auch bereits mit der Kultivierung von zahlreichen Obst-und Gemüsepflanzen begonnen, sodass ein großer Garten zur Verfügung steht. In ein paar Jahren wird die Ernte so ergiebig sein, dass sich das Zentrum selbst versorgen kann und die Lebensmittel nicht extern erworben werden müssen. Da Babu John das ganze Vorhaben in Eigenleistung mit der Unterstützung von lokalen Arbeitskräften umsetzt, wird die Fertigstellung der zweiten Etage noch eine Weile in Anspruch nehmen. Die erste Etage soll schon von den Kindern genutzt werden, während die Konstruktion der zweiten Etage parallel erfolgt. Die Aufnahmekapazität ist daher leider noch sehr begrenzt. Ohnehin wird der Ansturm auf das Zentrum sehr groß sein, denn es ist bislang das einzige seiner Art rund um die Gemeindebezirke Karagwe und Kayera, die insgesamt fast 700.000 Einwohner umfassen. Da das Projekt mittlerweile vielen Menschen bekannt ist und diese auch von dem enormen Potenzial erfahren haben, ist es schon vorgekommen, dass verzweifelte Mütter ihre Babys auf dem Gelände abgelegt haben. Die Mütter werden von der Hoffnung getrieben, dass ihre Kinder hier die nötige Unterstützung finden, die sich die meisten Familien auf dem Land sonst nicht leisten könnten. Das Baugelände befindet sich etwa eine Autofahrtstunde von Omurushaka entfernt und ist daher sehr abgelegen. Dennoch ist die Lokalisation perfekt, denn es gibt in unmittelbarer Nähe zu dem Zentrum eine Grundschule als auch eine Sekundarschule. So ist der Schulbesuch für die Kinder auch problemlos möglich, selbst körperlich beeinträchtigte Kinder können in die Schule gebracht und begleitet werden. Die umliegende Umgebung ist wunderschön und ein toller Platz für Kinder, um groß zu werden. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist, dass das Zentrum sich auf dem Gelände eines Schwesternwohnhauses befindet. Bei den Ordensschwestern handelt es sich um die "unlimited love sisters". Zukünftig werden diese auch für das seelische und körperliche Wohl der Kinder verantwortlich sein und das Zentrum nach Abschluss der Bauphase leiten.

Da ich das Projekt gleich sehr ansprechend und unterstützenswert fand, habe ich Babu John gleich meine Hilfe angeboten. Da er bereits zahlreiche Projekte hier in der Region betreut und auch in Österreich über Jahre bei der Baufirma „Strabag“ Berufserfahrungen gesammelt hat, kann ich von ihm ebenfalls unglaublich viel für meine weitere berufliche Zukunft lernen. Nach unserem ersten Gespräch vereinbarten wird gleich einen Termin zur Baustellenbesichtigung. Babu John erledigte bislang, wie gesagt, alles alleine und war daher sehr dankbar über meine angebotene Unterstützung. Nach ein paar Tagen überraschte er mich jedoch mit einer Idee, die nun realisiert wird:

 

Auf dem Gelände befindet sich ebenfalls ein Gebäude, das die Regierung vor sechs Jahren bauen ließ. Der Bauprozess stoppte jedoch nachdem kein Geld mehr zur Verfügung stand, sodass sich das Gebäude derzeit noch im Rohbau befindet. Babu John machte mir den Vorschlag, das Projekt als eigenes Projekt anzunehmen, um so zusätzlichen Raum für die Kinder zu schaffen. Mein Herz blühte bei dem Gedanken sofort auf, denn genau deshalb habe ich Bauingenieurwesen studiert und genau aus diesem Grund habe ich mich auf den Weg nach Tansania gemacht. Da der Rohbau fast abgeschlossen ist und die Arbeiten am und im Gebäude somit überschaubar sind, können im Februar hoffentlich auch schondie ersten Kinder in das Haus einziehen. Das Gebäude soll mit zwei Wassertanks zur Regenwassernutzung und einer Drei-Kammer-Klärgrube komplettiert werden. Die Trinkwasserversorgung wird durch das Grundwasser aus dem Brunnen sichergestellt, es müssen lediglich noch die Leitungen verlegt werden. Von meiner Seite kann ich nur sagen, dass ich hoch motiviert bin, dass Gebäude fertigzustellen, um den Kindern ein wundervolles Zuhause zu kreieren.

 

 

Organisiert von

Katharina Heide

Familie Gradl hat sich beteiligt 110 €

David Schmidt hat sich beteiligt 50 €

Kathrin Fink hat sich beteiligt

Boris Peinemann hat sich beteiligt 110 €

Anonym hat sich beteiligt

Anonym hat sich beteiligt

Lisa Solms hat sich beteiligt 15 €

Erblin Kuci hat sich beteiligt 20 €

Anonym hat sich beteiligt

Lisa Und Manu hat sich beteiligt

Anonym hat sich beteiligt 30 €

Joschka Knipp hat sich beteiligt 15 €

Nina Streng hat sich beteiligt 30 €

Jessica Schmidt hat sich beteiligt 100 €

Josef Hartmann hat sich beteiligt 250 €

Damaris Kox hat sich beteiligt

Helmut Dörr hat sich beteiligt 100 €

Magnus Berg hat sich beteiligt 100 €

Alin Gieseler hat sich beteiligt

Jonas Elter hat sich beteiligt

Anonym hat sich beteiligt 30 €

Christoph Jann hat sich beteiligt

Anonym hat sich beteiligt

Felix Dörr hat sich beteiligt

Am 21 Januar 2018
Boris Peinemann
Viel Erfolg weiterhin!
Am 1 Januar 2018
Erblin Kuci
Du leistest echt tolle Arbeit 👍🏻
Am 5 Dezember 2017
Josef Hartmann
Hallo Kathi, weiterhin alles Gute, Gesundheit und viel Erfolg bei Deinem Projekt wünscht Dir das Team von "Waffel to go"
Am 27 November 2017
Damaris Kox
Hab dich lieb und weiter so :)
Am 22 November 2017
Christoph Jann
Ich habe heute die Artikel in der SZ gelesen und bin dann sofort auf die Website gegangen. Die Projekte, deren Darstellung und Umsetzung haben mich so begeistert, dass ich mich gleich spontan zu einer Spende entschlossen habe. Kathi und Babu John weiterhin viel Erfolg und Gottes Segen!
Am 21 November 2017
Anonym
Super Projekt! Großartiges Engagement von euch für diejenigen, die Hilfe am dringendsten nötig haben!